Film-Marketing: And the Oscar goes to…


Die wahren Gewinner der Oscar-Nacht

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In der letzten Nacht fand sie wieder statt: Die Verleihung des wichtigsten Filmpreises der Welt. Doch wer zählt eigentlich alles zu den wahren Oscar-Gewinnern?

Die „wichtigsten“ Oscar-Gewinner

Abräumer war in diesem Jahr der Film „The King’s Speech“. Im Vorfeld für zwölf Preise nominiert, konnte er letztlich insgesamt vier Auszeichnungen mit nach Hause nehmen: Er gewann den Oscar in der Kategorie „Bester Film“. Colin Firth in der Hauptrolle heimste den Oscar für den besten Hauptdarsteller ein. Als Balletttänzerin in dem Film „Black Swan“ gewann Natalie Portman den Award für die beste Hauptdarstellerin.

Auch der Film „The Social Network“ zählt zu den diesjährigen Gewinnern. Nominiert war der Film über den Aufstieg des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg für acht Auszeichnungen. Am Ende des Abends nahm er drei Trophäen mit nach Hause, unter anderem für das beste adaptierte Drehbuch.

Der Oscar als Reputation-Tool

Die wichtigste Auszeichnung der Film-Industrie dient Schauspielern, Regisseuren etc. vor allem hinsichtlich einer Sache: Der Steigerung ihrer Reputation. Nicht nur die Gewinner dürfen sich über erhöhte Publicity im Rahmen der Oscar-Berichterstattung und eine möglicherweise bessere Auftragslage in den nächsten Jahren freuen. Auch die Nominierten gelten schon fast als Gewinner. Sie konnten sich ebenso bereits in den letzten Wochen und Monaten über gesteigerte Aufmerksamkeit freuen. Der Oscar-Award lässt aber auch und vor allem die Kinokasseln klingeln. Kommt ein Film in die Kinos, von dem es heißt, dass er einer der begehrten Preise verliehen bekam, wird er naturgemäß mit einer hohen Besucherzahl rechnen können.

Auch Mark Zuckerberg (der ohnehin bereits zu den reichsten Menschen der USA gehört) und seinem Facebook kommen nun im Rahmen der Oscar-Verleihung eine nochmals gesteigerte Aufmerksamkeit zu. Bereits bei der Verleihung der Golden Globes zählte der Film zu den Siegern des Abends. Die drei Oscars, die der Film jetzt gewann, zeigt einmal mehr, dass Marketing-Phänomene wie die Erfolgsgeschichte des größten sozialen Netzwerks „Facebook“ zum bedeutenden Interessenpunkt der Gesellschaft geworden sind. Möglicherweise wird es ja der angekündigten Verfilmung des Lebens von Julian Assange ähnlich ergehen?

Marketing-Kanäle, die den Oscar für sich entdeckt haben

Wie bei areamobile gefunden, hat auch das Marketing selbst den wichtigsten Filmpreis für sich entdeckt. Wer die Oscars 2011 auf dem iPad, iPhone & Co. mitverfolgen wollte, konnte dies unter anderem mit der App „Awards Guide: The Oscars“, die es zum kostenlosen Download gab, tun. Auch die Spiele-Industrie schlief nicht: So konnte man sich als echter Hollywood-Regisseur versuchen, und zwar mit Gamelofts „Hollywood The Director’s Cut HD“. Sämtliche Oscar-Nominierungen seit dem Jahre 1927, inklusive der aktuellen Anwärter, zeigte die App „Awards: The Oscars“ für 79 Cent. Und die kostenlose Gala-App „Gala.de Starnews“ sorgte für den Klatsch und Tratsch direkt vom Roten Teppich auf das Smartphone.

Auch die Film-Industrie selbst nutzt immer wieder neue Kanäle für ihr Marketing. Beispielsweise sind bereits zahlreiche Oscar-Gewinner (Filme und Schauspieler gleichermaßen) mit eigenen Fan-Pages bei Facebook zu finden, so auch die Gewinner der letzten Nacht.

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