bad to good: Positiv- und Negativ-Beispiele aus der Marketing-Praxis – Teil 8: Kommentare posten


Wie Kommentare einen Artikel aufwerten können und wie sie umgehend im Spam-Ordner landen

Das Posten von Blog-Kommentaren ist beliebt im World Wide Web: Die einen möchten ihre Meinung zu einem bestimmten Thema kundtun, andere wollen mit Kommentaren lediglich Backlinks sammeln und wieder andere haben beides im Visier.

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Wer im Netz aktiv unterwegs ist und hier und dort Kommentare zu diversen Artikeln hinterlässt, sollte wissen, wie hochwertige Kommentare aussehen, wie sich diese von unerwünschtem Spam unterscheiden und warum Spam zu vermeiden ist.
Dass das Kommentieren von fremden Beiträge mehr und mehr aus der Motivation heraus geschieht, Backlinks für das eigene Webprojekt zu sammeln, muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass Blog-Kommentare keinen sinnvollen Content mehr enthalten und stattdessen die spammige, inhaltsleere Version Überhand nimmt.

Teil 8 unserer bad-to-good-Serie beschäftigt sich heute mit diesem Thema und stellt wie gewohnt positive und negative Vorgehensweise gegenüber.

Negativ-Beispiel:

Ein Kommentar zu einem Marketing-Artikel:

www.xyz.de (Die Domain ist als Linktext angegeben)
„ist es noch zu früh jetzt die apfelbäume zurückzuschneiden, oder geht es jetzt schon? die bäume sind 4 jahre alt, der letzte schnitt war vor zwei jahren (habe ich aber nicht selbst gemacht) falls mir jemand helfen kann wäre ich sehr dankbar.“

Oder:

„Super Blog“

Warum gelten diese Kommentare als Spam: Diese Blog-Kommentare sind einerseits themenfremd, ohne den Inhalt des Artikels aufzugreifen (Beispiel 1) und andererseits völlig inhaltsleer (Beispiel 2). Hier geht es nicht darum, den Blog-Beitrag um fundierte Anmerkungen zu ergänzen, sondern einzig um Linkbuilding.
Es wurde sich nicht die Mühe gemacht, für einen Backlink etwas sinnvolles anzumerken, das Mehrwert bietet oder beispielsweise eine spannende Diskussion auslöst.

Ebenfalls negativ und Spam-typisch ist die Verlinkung der eigenen Domain im Namensfeld, um hier relevante Keywords als Linktext zu verwenden.

Positiv-Beispiel:

Ein Kommentar zu einem Artikel, der das Thema Twitter behandelt:

Max Mustermann (verlinkt)
„Schöne hilfreiche Tipps. Das Problem ist meiner Meinung nach, dass sich erst einmal jemand im Unternehmen finden muss, der hier das Ruder in die Hand nimmt und auch die benötigte Zeit für Twitter aufbringen kann. Denn obwohl sich Tweets durch ihre Kürze auszeichnen – auch hier entsteht ein gewisser Zeitaufwand. Was auf den ersten Blick so einfach aussieht, ist in der Praxis gar nicht immer so unkompliziert: Ein gutes Posting muss formuliert werden, um Follower neugierig zu machen; Follower müssen generiert werden etc.. Häufig ist hier das Verständnis der Verantwortlichen noch nicht ausgereift genug.“

Warum ist dieser Kommentar ansprechend: Hier setzt sich der Kommentator mit dem Inhalt des Blog-Beitrages auseinander und schildert die Dinge aus seiner persönlichen Sicht. Die augenscheinlich vorhandene eigene Erfahrung mit dem Thema Twitter lässt die Vermutung zu, dass es sich um einen „echten“ Kommentar handelt, der neben dem angenehmen Nebeneffekt fürs Linkbuilding in erster Linie einen sinnvollen Hinweis zum Thema liefern soll.

Ebenfalls gut: Verlinkt ist der persönliche Name und nicht die eigene Domain, um Vorteile aus verlinkten Keywords zu ziehen.

Und hier geht es zu den bisherigen Folgen unserer Serie: Teil 1- Krisenmanagement via Facebook; Teil 2 – Website; Teil 3 – Landing Page; Teil 4 – Corporate Blogs; Teil 5 – Linktausch-Anfragen; Teil 6 – suchmaschinenoptimierte Pressemitteilungen; Teil 7 – Online Reputation mit Kundenbewertungen;

1 Kommentar

  1. Tanja Handl sagt:

    Der Artikel bringt auf den Punkt, was Netikette beim Kommentieren bedeutet. Wir betreiben selbst einen Blog und wünschen uns dort auch hochwertige Kommentare – allein aus diesem Bedürfnis heraus sollte wohlüberlegt sein, welche Nachrichten man bei anderen Blogs hinterlässt.
    Danke, dass ihr diese Tatsache hier wieder mal ins Rampenlicht stellt.

    Mit herzlichen Grüßen, Tanja

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