Checkliste: Zehn Elemente, die die eigene Website braucht


Eine eigene Website gehört für die meisten Unternehmen längst zum Standard. Sie ist in der Regel der Dreh- und Angelpunkt im Online-Marketing und sollte deshalb auch bei der Erstellung und in der Konzeption besonders viel Aufmerksamkeit bekommen. Nutzerfreundlich gestaltet und auf die diversen Zielgruppen ausgerichtet (Kunden, Interessenten, Partner, Presse) sollte die eigene Website des Unternehmens einige Elemente unbedingt enthalten:

Übersichtliche Startseite

Die Startseite ist für viele Nutzer die Einstiegsseite in Websites. Auf einer Unternehmenswebsite sollte sie deswegen vor allem einen Überblick über das geben, was die Unterseiten zu bieten haben.

Es hat keinen Sinn, hier den Nutzer schon mit Details zu bombardieren. Er braucht vor allem erstmal Orientierung: Ist die Startseite verwirrend und offeriert sie dem User nicht auf den ersten Blick, was er sucht, dann kann er ganz schnell wieder weg sein.

Tipp: Trotz aller Aufmerksamkeit, die man der Startseite für die eigene Website widmet, sollte man auch die Unterseiten nicht vernachlässigen. Die meisten Nutzer kommen über Suchmaschinen auf Websites – und dort wird nicht immer unbedingt die Startseite gelistet.

Rechtssicheres Impressum

Um nicht Gefahr zu laufen, abgemahnt zu werden, muss jede Website ein rechtssicheres Impressum aufweisen können, auf das von allen Seiten aus verlinkt wird. Für die eigene Website eines Unternehmens heißt das, dass auf jeden Fall die Umsatzsteuer-ID (falls vorhanden), Handelsregisternummer und eine ladungsfähige Adresse enthalten sein müssen. Auch die Verantwortlichen müssen namentlich genannt werden und es muss eine Kontaktmöglichkeit angeboten werden.

Die konkrete Ausgestaltung des Impressums für die eigene Website – ggf. inklusive Haftungsausschluss und weiterer notwendiger Elemente – sollte einem Profi überlassen werden. Sie kann je nach Art des Unternehmens variieren.

Copyright Hinweis für die eigene Website

Der Schutz der Marke und der Urheberrechte ist auch für die eigene Website anzuraten. Durch einen einfachen Copyright-Hinweis auf jeder Seite lässt sich dies bewerkstelligen. Er sollte neben dem gängigen Copyright-Zeichen den Unternehmensnamen und das aktuelle Jahr bzw. die Jahre seit Bestehen des Copyrights auf die eigene Website beinhalten, z.B. „© 2010 Media Innovation GmbH. Alle Rechte vorbehalten“.

Kontaktmöglichkeit und Ansprechpartner

Der Moment, in dem der User mit einem Unternehmen in Kontakt treten möchte, kann entscheidend dafür sein, dass die eigene Website ihren Teil zu Umsatz und Gewinn beiträgt. Der Kontakt sollte dem Interessent deshalb so einfach wie möglich gemacht werden.

Ein unpersönliches Kontaktformular erfüllt zwar seinen Zweck, besser und nutzerfreundlicher aber ist es, dabei auch die Ansprechpartner zu nennen oder sogar im Bild zu zeigen. Das senkt die Hemmschwelle, gibt dem Nutzer eher das Gefühl, gut aufgehoben zu sein – und sorgt dafür, dass die Anfragen größtenteils bereits an der richtigen Adresse landen und nicht intern weitergeleitet werden müssen.

Der Link zu Kontaktformular oder der Ansprechpartnerseite sollte immer gut sichtbar platziert und möglichst von jeder Unterseite aus erreichbar sein.

„Über uns“

Ein Unternehmen ist ein lebendiges Gebilde und das sollte auch durch die eigene Website deutlich werden. Neben Produktinformationen und anderen Fakten ist deshalb eine Seite über das Unternehmen selbst unerlässlich. Die Seite „Über uns“ oder „das Unternehmen“ enthält die Firmengeschichte und -philosophie, stellt vielleicht das Team vor und vermittelt dem Nutzer über die eigene Website vor allem eins: hinter diesen Produkten/Angeboten, diesem abstrakten Gebilde „Unternehmen“ stehen echte Menschen.

Verlinkungen zu anderen Sites des Unternehmens

Ein Unternehmensprofil auf Xing, die Fanpage auf Facebook, der Eintrag im Branchenbuch oder ein Pressefach in einem Online-Presseportal – fast jedes Unternehmen hat Präsenzen im Internet, die über die eigene Website hinausgehen. Sie gut miteinander zu verlinken hilft, die Bedeutung der einzelnen Elemente zu stärken und Interessenten ein möglichst breitgefächertes und komplettes Online-Angebot liefern zu können.

Aktuelle News

Auch wenn es nur ein kleiner Newsticker ist, der die aktuellste Unternehmensentwicklung meldet oder das nächste Event ankündigt: aktuelle News bringen Leben und Bewegung in die eigene Website. Im Idealfall ist ein Blog integriert, in dem regelmäßig über Interessantes aus der Branche, wichtige Themen rund um das Produkt und Neuerungen im Unternehmen berichtet wird.

Regelmäßig neue Meldungen werden nicht zuletzt auch von den Suchmaschinen honoriert: die eigene Website wird so aufgewertet.

Newsletter/RSS Feed

Der Mensch ist vergesslich: Ihn durch einen RSS Feed oder einen Newsletter regelmäßig an die Existenz des eigenen Unternehmens zu erinnern, hilft dabei, bei Kunden, Partnern und Interessenten im Gedächtnis zu bleiben.

Die Buttons für die Registrierung sollten dabei prominent auf der Startseite zu finden sein. Für den Prozess der Newsletter-Registrierung gilt: Je einfacher, desto besser. Name und Emailadresse reichen völlig – wer hier zu viele Daten abfragt, riskiert, dass Interessenten wieder abspringen. Wichtig sind hierbei auch ein Hinweis auf den Datenschutz und ein rechtssicheres Opt-In-Verfahren.

Pressebereich

In den Medien Beachtung zu finden ist ein wichtiger Faktor zur Steigerung der Markenbekanntheit. Die eigene Website und insbesondere ihr Pressebereich helfen dabei, Medienvertretern die Berichterstattung so einfach wie möglich zu machen. Der Bereich sollte übersichtlich sein, die Kontaktdaten des Ansprechpartners und natürlich sämtliche Pressemeldungen des Unternehmens enthalten.

Gerne angenommen werden auch Downloadbereiche, in denen Bilder der Unternehmensleitung, Logos und Produktabbildungen zur Verfügung stehen. Sie ersparen nicht zuletzt den PR-Verantwortlichen die Arbeit, das Material zuschicken zu müssen.

Die eigene Website als Sitemap

Dieser Punkt ist besonders für die Suchmaschinenoptimierung wichtig: die eigene Website als Sitemap darzustellen bedeutet, auf einer Unterseite eine Art Organigramm mit der gesamten Navigation der Website abzubilden. Suchmaschinen können so die Struktur der Seite erfassen und finden zudem auch noch zu jeder Unterseite einen direkten Link. Das hilft den Robots bei der Indexierung der Site.

Für den User sollte die Sitemap nicht relevant sein: Die Navigation auf der Startseite ist im Idealfall so übersichtlich, dass er auch so genau das findet, was er sucht.

3 Kommentare

  1. Munir Hanna sagt:

    Eine sehr gute Idee!

    Im Impressum müssen für einige Berufsgruppen auch Haftpflichtangaben und Überwachungsorgane genannt werden.
    Rechtssicheres Impressum:
    Leitfaden des Bundesministeriums der Justiz: http://www.bmj.de/musterimpressum
    Online Assistent: http://www.net-and-law.de/de/netlaw/webimpressum/assistent.php

    Ich schlage eine Erweiterung auf 12 Elemente, die auf einer Website nicht fehlen dürfen:

    11 Produkt/Dienstleistung/Service
    (was wird da eigentlich vom Betreiber der Website „verkauft“)

    12 Investor Relations
    (falls eine AG oder Unternehmung, die an Investoren/Geldgeber interessiert ist)

  2. Eine wirklich schöne und übersichtliche Zusammenstellung, danke dafür.
    Hinzufügen würde ich aber noch den \"Call to Action\".
    So sorgt man dafür, dass die Website keine reine Unternehmenspräsentation darstellt, sondern ein essentieller Bestandteil der Online-Marketing-Strategie wird.
    Gartner hat dies vor kurzem, wenn auch in etwas anderen Zusammenhang, sehr schön dargestellt: s. \"Step 3: Finish with a Call to Action\"
    http://bit.ly/cvR1KQ
    Schöne Grüße
    Christian Rodrian

  3. Dirk Stuwe sagt:

    Hallo,

    für den ein oder anderen ist diese Aufstellung mit Sicherheit interessant und hilfreich. Daher einfach noch paar Hinweise:

    – ein Copyright-Vermerk ist keineswegs notwendig.

    Aus zwei Gründen: Der Ursprung des Copyright-Vermerk findet sich in den USA, wo bis 1989 dieser Vermerk notwendig war, um die eigenen Werke zu schützen. Seit ’89 besteht auch in den USA diese Notwendigkeit nicht mehr.

    Zweiter Grund: Das deutsche Recht (hier das Urheberrecht) kennt ein solches Copyright nicht. In Deutschland ist ein Werk bereits mit der Erstellung automatisch geschützt, sofern es eine ausreichende Schöpfungshöhe erreicht. Aus dem Copyright-Vermerk „(C)“ kann in Deutschland in keiner Weise eine rechtliche Verbindlichkeit abgeleitet werden. Demnach ist es also unnötig, dieses Symbol zu verwenden.

    – Wie richtig geschrieben wurde, ist die Angabe der Umsatzsteueridentifikationsnummer notwendig, sofern sie vorhanden ist. Auch eine Handelsregisternummer und das zuständige Registergericht können nur angegeben werden, sofern sie vorhanden sind. Ein Einzelunternehmen wird also einen solchen Eintrag in seinem Impressum nicht vornehmen können.

    Was auf jeden Fall nicht in das Impressum gehört, aber immer wieder gern falsch gemacht wird, ist die Angabe der persönlichen Steuernummer. Die hat absolut nichts in der Öffentlichkeit verloren. Leider scheinen Viele den Unterschied zwischen UStID und Steuernummer nicht zu kennen.

    Gern hätte ich noch einen Hinweis für alle diejenigen gelesen, die im Internet Waren verkaufen. Denn hier gibt es ebenfalls eine ganze Menge zu beachten. Z.B. welche Preisangaben und -bestandteile dem Verbraucher gegenüber kenntlich gemacht werden müssen.

    Viele Grüße,
    Dirk

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