Crowdsourcing bei der Produktentwicklung: Ein effizientes Marketing-Tool?


Marketing-Mehrwert durch Mitmach-Kampagnen?

Die Vorgehensweise, den Verbraucher aktiv an Produktentwicklungen teilnehmen zu lassen, verbreitet sich mehr und mehr. Unternehmen beziehen die Konsumentenseite in den Entwicklungsprozess eines Produktes mit ein und nutzen „Crowdsourcing“ als Marketingtool.

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Ob Ritter Sport oder Milka, McDonalds oder dm – immer mehr Unternehmen finden offenbar Gefallen an der Idee, Kundenmeinungen aktiv in Produktentwicklungen zu integrieren und die Ideen der Zielgruppe zu berücksichtigen und umzusetzen.

Internetworld hat eine interessante Umfrage zum Thema „Crowdsourcing“ gestartet: Ist Crowdsourcing im Rahmen einer Produktentwicklung ein effizientes Tool oder doch eher bloß ein Marketing-Gag?

Wir finden das Thema spannend und haben uns der Frage dahinter mal intensiver gewidmet:

Schaut man sich die Zwischenergebnisse der internetworld-Umfrage an, sieht man einen deutlichen Vorsprung in der allgemeinen Ansicht, Crowdsourcing sei eine gute Möglichkeit, den Kunden mit einzubeziehen.

Was sind die Vorteile von Crowdsourcing?

  • Kundenbindung: Durch die Einbindung in den Entwicklungsprozess des Produktes entsteht eine emotionale Bindung des Kunden zum Produkt – schließlich hat er dieses mit entwickelt. Auf diese Weise entsteht bereits vor Markteinführung des Produktes eine Kundenbindung.
  • Viraler Effekt: Verbraucher, die aufgrund einer aktiven Teilnahme an der Produktentstehung schon eine emotionale Bindung zum Produkt haben, fungieren häufig auch als Markenbotschafter, die via Mundpropaganda ihrerseits Bekannten vom entsprechenden Produkt bzw. dessen Entwicklung berichten und somit für eine ergänzende Verbreitung sorgen.
  • Berücksichtigung von Kundenwünschen: Durch den Einbezug von Kundenmeinungen lassen sich Kundenwünsche bestmöglich recherchieren – dadurch kann ein Produkt hervorragend an die Vorstellungen der Zielgruppe angepasst werden. Zudem lassen sich relevante Rückschlüsse auf das Produktpotenzial ziehen.
  • Innovative Ideen: Die Einholung zahlreicher verschiedener Kundenmeinungen bringt häufig auch innovative Ideen mit sich, die ohne ein derartiges Brainstorming gar nicht entstanden wären.
  • Imagebildung: Moderne Methoden wie Crowdsourcing können Unternehmen auch beim Imageaufbau sowie der Marktpositionierung positiv unterstützen.
  • Fachkräfte: Ein weiterer Vorteil für Unternehmen, die mit Crowdsourcing auf Kundenideen setzen, ist die mögliche Gewinnung von Fachkräften. Auf sich selbst können Unternehmen auf diesem Weg als innovativen, aufgeschlossenen und attraktiven Arbeitgeber aufmerksam machen und so neue wertvolle Mitarbeiter finden.
  • Kommunikation mit der Zielgruppe: Mitmach-Kampagnen sind der Kommunikation zwischen Zielgruppe und Unternehmen äußerst förderlich – sie sorgen für Aktivität und Austausch im Social Web und haben einmal mehr einen viralen Effekt zur Folge.

Das ist wichtig, damit ein Crowdsourcing-Projekt erfolgreich wird:

  • Teilnehmer motivieren: Um die Zielgruppe zur aktiven Teilnahme zu motivieren, sollten von Unternehmensseite faire Rahmenbedingungen geboten werden. Ein positives Markenimage sowie eine offene, authentische Kommunikation tun ihr übriges.
  • Stil-/Verhaltensregeln: Im Social Web immer unerlässlich: Dialogbereitschaft, Glaubwürdigkeit und Offenheit.
  • Respekt: Unternehmen sollten teilnehmende User nicht als „billige Clickworker“ sehen – diese Einstellung ist respektlos der Zielgruppe gegenüber und würde höchstens negative Auswirkungen haben.

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