Das interaktive Plakat: Poster-to-Mobile


In Zeiten, in denen immer wieder der Tod der klassischen Print-Werbung beschrien wird, stellt sich die Frage: Wie sinnvoll ist eigentlich noch die Plakatwerbung? Dabei sollte die Frage eigentlich lauten: Wie können wir Plakatwerbung interaktiver gestalten und so auch die Online-Zielgruppe ansprechen. Die Antwort lautet: „Poster-to-Mobile“

Poster-to-Mobile

Wie die Trendanalyse „Connecting Out of Home“ von PosterSelect und dem Fachverband Außenwerbung e.V. (FAW) zeigt, ist Poster-to-Mobile für einen Großteil der Verbraucher kein Fremdwort mehr. Von den 1.086 befragten Personen gaben rund 65 Prozent an, die Verbindung von Plakatwerbung mit digitalen Inhalten zu kennen. Poster-to-Mobile verbindet, wie der Name schon erahnen lässt, Plakatwerbung mit digitalen Inhalten. Über Handy / Smartphone / Tablet können bestimmte Inhalte, die zum Beispiel in Form eines QR-Codes oder einer Internet-Adresse auf dem Plakat abgedruckt sind, aufgerufen werden. Zwar ist diese interaktive Plakatwerbung vielen ein Begriff, sogar bei der älteren Zielgruppe der 46- bis 64-Jährigen weiß jeder zweite, dass es solche Werbung gibt, dennoch probieren immer noch vergleichsweise wenig Menschen die Interaktion aus. So haben laut der Umfrage nur 15 Prozent der Befragten auch schon einmal die Poster-to-Mobile Angebote wahrgenommen, bei den Jüngeren sind es mit 30 Prozent immerhin etwas mehr.

Auf den Standort kommt es an

In Zeiten, in denen Tablets oder Smartphones mit mobilem Internet immer stärker genutzt werden, gibt es für die interaktive Plakatwerbung jedoch gute Zukunftschancen. Die Trendanalyse „Connecting Out of Home“ zeigt Lösungsansätze auf, wie die Symbiose von Print-Werbung und digitalen Inhalten besser an den Verbraucher gebracht werden kann. So spielt zum Beispiel der Standort eine große Rolle: Besonders in Bereichen, wo die Menschen warten und sich die Zeit mit ihrem Smartphone oder Tablet vertreiben, wie am Flughafen oder der Bushaltestelle, sind sie eher bereit die digitalen Inhalte auch aufzurufen. Rund 66 Prozent der Befragten gaben an, unter diesen Umständen auch die abgedruckten SMS-Dienste oder QR-Codes zu nutzen. Es macht auch einen Unterschied welche Informationen digital bereit stehen. Denn vor allem Informationen über Produkte oder Dienstleistungen, sowie Rabatt-Aktionen werden wahrgenommen, der Zugang zu sozialen Netzwerken spielt dagegen kaum eine Rolle und lässt die wenigsten Nutzer zu ihren Smartphones greifen.

„Connecting out of Home“ optimieren

Aber nicht nur der Standort der Plakate spielt für den Erfolg von Poster-to-Mobile eine Rolle, sondern auch die Gestaltung. So muss der QR-Code perfekt auf das Plakat gedruckt werden, da sonst die digitalen Inhalte nicht abgerufen werden können. Dazu ist es wichtig qualifizierte Druckereien zu finden, die zum Beispiel auch den QR-Code farblich auf das Corporate Design abstimmen können und wissen, in welcher Größe der Code gedruckt werden muss. Auch für den Druck der URL oder sogenannter Bilderkennungs-Apps ist es wichtig, die ideale Gestaltung des Plakates nicht aus den Augen zu verlieren. Faktoren, die bei der Plakatgestaltung beachtet werden müssen, sind unter anderem die Motivgröße, die anzusprechende Zielgruppe, Textgröße und Schriftart. Bei allen Plakaten gilt jedoch: Weniger ist mehr. Das ist vor allem für die Poster-to-Mobile-Inhalte wichtig, denn URL oder QR-Code müssen gleich sichtbar sein und dürfen nicht im Textwirrwarr untergehen. In der Gestaltung sowie der schon genannten Standortauswahl liegt auch das Optimierungspotential der interaktiven Plakatwerbung, die zukünftig eine immer größere Rolle in der Werbung spielen könnte.

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