Der QR-Code: Instrument zur Verbindung von Offline und Online


Wer sich zu den modernen und technikaffinen Unternehmen zählen möchte, kommt heute an QR-Codes nicht mehr vorbei - © Jan Engel - Fotolia.com

Es gibt Marketing-Instrumente, die fallen unter die Kategorie „Hype“. Sie kann man, muss man aber nicht in den Marketing-Mix integrieren. Ein Tool aber, das in Japan erfunden wurde und seit wenigen Jahren auch in Deutschland erfolgreich Einzug hält, hat nicht nur Trend-Charakter, sondern ist auch dabei, sich mehr und mehr zu etablieren: der QR-Code (Quick-Response-Code, „Schnelle Antwort-Code“). Wer ihn im Marketing gezielt einsetzt, kann den Medienbruch überwinden und die beiden Kanäle Offline und Online miteinander verbinden.

Was sind QR-Codes?

QR-Codes sieht man immer häufiger in Zeitungen und Zeitschriften, auf Anzeigen, in Schaufenstern, auf Werbeplakaten oder Produkten (die Möglichkeit sind zahlreich). Dabei handelt es sich um zweidimensionale Strichcodes, in denen Zahlen und Buchstaben verschlüsselt sind. Diese können von immer mehr Smartphones mit Kamera und entsprechender Software, einem QR-Code-Decoder, gelesen werden. Hierfür fotografiert der User mit der Anwendung auf seinem Smartphone den Code einfach ab und erhält daraufhin weiterführende Informationen zum betreffenden Angebot.

Was alles in einen QR-Code passt

So klein ein QR-Code auch ist, so groß kann sein Informationsgehalt sein: Maximal sind darin 7.089 Dezimalziffern und 4.296 alphanumerische Zeichen unterzubringen. Häufig enthält ein QR-Code eine kodierte Abbildung einer Webadresse zu einer Landingpage. Auf diese Weise kann man die Hürde, die ein User für den Besuch der Website nehmen muss, verringern, denn das mühsame Abtippen einer unter Umständen langen URL entfällt. QR-Codes können aber noch viel mehr enthalten: Neben informationsreichen Texten, können beispielsweise auch Kontaktdaten wie Telefonnummern und Adressen oder E-Mail-Adressen mit vorformuliertem Betreff und einer Werbebotschaft darin vorkommen.

QR-Codes verbinden Offline und Online

Um den Ansprüchen des heutigen technikaffinen Verbraucher-Typs „Lomoso“ (lokal, mobil, sozial) gerecht zu werden, muss ein Unternehmen die unterschiedlichsten Marketing-Kanäle gleichzeitig bedienen. Eine Verzahnung von Offline- und Online-Maßnahmen ist dabei von hoher Wichtigkeit. Hier kommt der QR-Code ins Spiel, denn er kann die beiden Bereiche auf sehr effektive Weise miteinander verbinden:

Kombinationsmöglichkeiten

1. E-Mail Marketing

In dem Artikel „E-Mail Marketing effektiv kombinieren – nur wie? 5 Möglichkeiten“ haben wir ein klassisches Einsatzgebiet von QR-Codes bereits angesprochen: E-Mail Marketing. Wer beispielsweise in eine Printanzeige oder in ein Mailing einen QR-Code integriert, der den Smartphone-User direkt zum Anmeldebutton für Ihren Newsletter befördert, kann auf diese Weise viele neue Abonnenten gewinnen.

2. Social Media Marketing

Ein QR-Code kann einen User auch zum Social Media Auftritt eines Unternehmens bringen. Weisen Sie in Ihrer Printanzeige, Ihrer Broschüre, auf Ihrem Plakat etc. gleich darauf hin, was der User davon hat, wenn er Ihren QR-Code abfotografiert und auslesen lässt. Veranstalten Sie auf Facebook ein Gewinnspiel oder haben Sie auf Ihrer Google+ Page eine Mitmach-Aktion gestartet, dann halten Sie damit nicht hinter dem Berg, sondern erhöhen Sie den Anreiz, indem Sie dem User aufzeigen, welchen Nutzen er von einem Besuch Ihrer Seite hat.

3. Website

Rabatte, Angebote oder Geschenke, die Sie nur für kurze Zeit auf Ihrer Website oder in Ihrem Online-Shop anbieten, sind ebenfalls ein guter Anlass, um User per QR-Code, der in einem Print-Medium platziert ist, als Besucher auf der Website zu gewinnen. Dies ist allerdings nur immer dann eine gute Idee, wenn die betreffende Landingpage auch für mobile Endgeräte optimiert worden ist.

Tipp: Einen QR-Code können Sie problemlos selbst erstellen. Zahlreiche kostenlose Webanbieter machen es möglich. Um den QR-Code zudem in seiner Optik aufzuwerten bzw. zu branden, macht es Sinn, einen Design QR-Code zu entwerfen, bei dem das eigene Unternehmenslogo integriert wird. Das hat Wiedererkennungswert und spricht den User viel schneller an, als wenn er nur schwarz-weiße Punkte und Quadrate präsentiert bekommt. Außerdem erhöht es das Vertrauen des Users, denn er weiß, auf wessen Seite er über das Abfotografieren des QR-Codes gelangt.

Denn Sicherheit ist auch beim Thema QR-Code eine wichtige Komponente. So wurden bereits die ersten Websites gefunden, die Besitzern von Android-Smartphones mit Hilfe eines QR-Codes einen Trojaner unterschieben wollen. Das Problem hierbei ist: Man sieht es den Grafiken nicht an, ob sie von einem seriösen oder kriminellen Anbieter stammen und auf welcher Art Seite man schließlich landet. Ist der QR-Code aber gebrandet, fühlt sich der User in jedem Fall sicherer.

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