Die Krisen-PR von BP: Chronologie einer Kommunikations-Krise


BP geht als Verursacher einer gigantischen Umweltkatastrophe in die Geschichte ein. Die Schäden, die die Explosion einer Ölbohrplattform des Unternehmens am 20. April 2010 im Golf von Mexiko ausgelöst haben, wird auf unbestimmte Zeit nachwirken und immer untrennbar mit dem Namen BP verbunden sein. In die Geschichte der Unternehmenskommunikation wird die Krisen-PR von BP eingehen – nicht gerade als leuchtendes Beispiel. Wir haben hier eine Reihe von Artikeln und Interviews zusammengestellt, die in einer Chronologie das Scheitern der Krisen-PR von BP dokumentieren:

23. Mai: In dieser englischsprachigen Chronologie der frühen Krisen-PR von BP wird bereits klar, dass die Kommunikation in der Ölkatastrophe von Anfang an ein Problem war: Crisis PR Lesson with the BP Oil Spill: How NOT to Respond to a Disaster

25. Mai: Immerhin – die Social Media Komponente in der Krisen PR von BP bekommt vom Social Media Experten Klaus Eck noch gute Noten: BP setzt in der Krisen-PR auf Transparenz

7. Juni: Der BP-Chef Tony Hayward wird zum „Kommunikationsrisiko“ für die Krisen-PR von BP, schreibt Dennis Sulzmann im Medientrainerblog. Zu diesem Zeitpunkt hat BP gerade einen aufwändigen, aber wenig Sympathie einbringenden Entschuldigungsfilm veröffentlicht. Hayward hatte kurz zuvor mit seiner Äußerung „ich will mein Leben zurück“ eine Tiefststand auf der Beliebtheitsskala erreicht: Öl ins Feuer – Krisen-PR von BP außer Kontrolle?

10. Juni: Ein Coup oder ein weiteres Image-Desaster? BP investiert zigtausende Dollar in Suchmaschinenanzeigen, um das eigene Informationsangebot an erster Stelle der Suchergebnisse zu positionieren. Die Meinungen über diese Atkion gehen auseineander, wie Spiegel online aufzeigt: BP kauft Suchmaschinenergebnisse

17. Juni: Einen Übereifer in der Online-Kommunikation mit fragwürdigen Inhalten diagnostiziert Frank Roselieb, Direktor des Krisennavigators – Institut für Krisenforschung in Kiel -, der Krisen-PR von BP im Interview mit Adzine. Sein Fazit: Weniger ist mehr und Social Media kann BP nun auch nicht mehr helfen…. Krisen-PR von BP: Sinnfreies Kommunikationsfeuerwerk

20. Juni: Tony Hayward nimmt an einer Segelregatta teil: Wieder keine guten Nachrichten für die Krisen-PR von BP. Die Stimmung im amerikanischen Volk nähert sich einem Tiefpunkt – und Präsident Obama geht golfen. Ölpest: BP-Chef am Segeln – Obama am Golfen – Volk sauer

16. Juli: Die größten Fehler in der Krisen-PR von BP wurden schon begangen, noch bevor die Katastrophe im Golf von Mexiko überhaupt passiert war, sagt Tim Sellnow, Kommunikations-Professor an der University of Kentucky in einem Beitrag auf yubanet.com. Bereits nach früheren Vorfällen hätte BP die Chance verpasst, sein schlechtes Image abzuschütteln – eine denkbar schlechte Voraussetzung, um nun mit einer Katastrophe dieses Ausmaßes fertig zu werden. History haunts BP communications efforts

19. Juli: Und der jüngste Ausrutscher in der Krisen-PR von BP: Die PR-Abteilung des Konzerns stellt ein manipuliertes Foto auf der Konzern-Website online und der Americablog deckt es auf.

Spiegel online berichtet darüber und fasst noch einmal einige Stationen der Ölpest-PR-Krise zusammen: BP blamiert sich mit manipuliertem Foto von Ölpest-Zentrum

Und zum guten Schluss: Wer den Schaden hat, braucht für den Spot nicht zu sorgen. Natürlich kursiert auch bereits ein Video, das das Krisenmanagement und die Krisen-PR von BP aufs Korn nimmt.

Vorsicht, BP verschüttet Kaffee….

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