Gewinnspiel-Praxistipp: die Visitenkarte als Marketing-Tool
Man mag sie in Zeiten von Smartphones und Email ein wenig altmodisch finden, aber irgendwie kommt man doch nicht herum, um die Visitenkarte fürs eigene Unternehmen – egal ob Ich-AG oder mittelständischer Betrieb.
Wer jemals zufällig an einem eigentlich privaten Treffen einen interessanten potenziellen Geschäftskontakt getroffen hat und dann nicht mit einem schicken Kärtchen, sondern nur mit einem “Moment, ich habe irgendwo was zu schreiben” aufwarten konnte, weiß, wie sehr die vermeintlich altmodischen Dinger noch immer gebraucht werden. Insbesondere für alle diejenigen, die in Vertrieb und Marketing für ihr Unternehmen unterwegs sind.
Die gute Nachricht: Im Zuge der Digitalisierung wird nicht nur die Qualität des Drucks für Visitenkarten immer besser, der Druck wird auch entscheidend günstiger. Auch das Prozedere von Gestaltung und Produktion der kleinen Marketing-Helfer stellt sich heute unkomplizierter dar als in den Zeiten vor der digitalen Vernetzung: Diverse Online-Dienstleister bieten Gestaltung und Druck der Kärtchen mit Lieferung per Post an.
Zu diesen Dienstleistern gehört auch der US-amerikanische Anbieter Vistaprint. Mit seinem deutschsprachigen Webshop unter vistaprint.de beteiligt sich das Unternehmen als Sponsor am größten Marketing-Gewinnspiel aller Zeiten, das der marketingshop derzeit veranstaltet. Weitere Informationen zum Gewinnspiel und Teilnahme
Marketing-Tipps für die Visitenkarte
Was macht den Marketing-Faktor einer Visitenkarte aus? Es ist vor allem ihre Erinnerungsfunktion: Wenn etwa nach einer Messe die Visitenkarten gesichtet werden, dann bringen sie diese “ach ja, da war ja der noch…”-Momente, die verpasst, wer dem Gegenüber keine Visitenkarte in die Hand drücken konnte.
Damit sich diese Erinnerung am Ende möglicherweise zu einem Kundenverhältnis weiterentwickeln kann, sollte die Visitenkarte verschiedene Kriterien erfüllen:
Übersichtlichkeit: Zwei Elemente müssen dem Bertrachter einer Business-Visitenkarte auf den ersten Blick nahegebracht werden. Das eine sind Name und Tätigkeitsfeld des Unternehmens, das andere sind der Name und die Funktion des Menschen hinter dem Kärtchen. Die Karte als Marketing-Tool muss so gestaltet sein, dass nichts den ersten Blick von diesen beiden Elementen ablenkt.
Klarheit: Es mag in bestimmten Fällen eine gute Idee sein, auf der Visitenkarte Werbeslogans oder Angebote unterzubringen. In den meisten Fällen aber ist es das nicht. Beim Visitenkarten-Marketing geht es um Erinnerung und um Information. Das generelle Interesse sollte bereits geweckt sein, nun geht es darum, den Empfänger der Visitenkarte zur Kontaktaufnahme zu bewegen.
Und das funktioniert am besten, indem man ihm diese so einfach wie möglich macht: Website-Adresse, Email-Adresse, Telefonnummer, evtl. Skypename oder ähnliches und die Postadresse – das sind die Daten, die eine Visitenkarte als Marketing-Tool braucht und liefern sollte. Und das in der oben bereits erwähnten übersichtlichen Darstellung gemeinsam mit dem Unternehmens- und Personennamen.
Corporate Design: Betrachtet man die Visitenkarte als Reminder für die neuen Kontakte, so ist klar, dass das Corporate Design darauf auf keinen Fall fehlen darf. Auch hier geht es schließlich um Wiedererkennung. Das Logo und die Unternehmensfarben, -schriftformen undsoweiter sind somit die wichtigsten gestalterischen Elemente für die Visitenkarte als Marketing-Tool.
Perfekter Druck, gutes Papier: Blasse Farben, unsaubere Farbränder, Kanten mit Schnittfehlern – das macht keinen guten Eindruck. Optik und Haptik müssen tadellos sein bei Visitenkarten, sonst entsteht schnell der Eindruck von Nachlässigkeit. Ob das Papier dann glänzend oder matt ist und welche speziellen Features der Druck bietet, das ist sicher Geschmackssache und hängt nicht zuletzt vom Corporate Design des jeweiligen Unternehmens ab.
… und das gewisse Etwas: Jetzt ist die Liste der “must haves” schon ziemlich lang für so ein kleines Kärtchen – und nun kommt noch das “gewisse Etwas”. Muss das eine Visitenkarte als Marketing-Tool haben? Nicht unbedingt. Sieht man das Kärtchen als Reminder und Vorbereiter für den Kontakt, dann sind die oben genannten “nüchternen” Punkte sicher wichtiger.
Trotzdem kann es natürlich von Vorteil sein, wenn das eigene Business-Kärtchen unter der Vielzahl der anderen hervorsticht und einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Doch sollte am Ende nie die Funktionalität dem Design zum Opfer fallen, sonst ist die Karte zwar vielleicht außergewöhnlich, verfehlt ihr primäres Marketing-Ziel aber, weil sie unübersichtlich ist und nicht die gefragten Informationen bietet.



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»Es mag in bestimmten Fällen eine gute Idee sein, auf der Visitenkarte Werbeslogans oder Angebote unterzubringen. In den meisten Fällen aber ist es das nicht.« Kann ich so nicht bestätigen. Aus meiner Erfahrung macht es viel Sinn, das Hauptangebot (max. 3! Nicht den kompletten Produktkatalog) auf der Karte zu präsentieren. Denn hinter »Hermann Meyer, Geschäftsführung der Soundso AG« entdeckt der Kunde/Geschäftspartner nur dann einen Nutzen, wenn er schon weiß, was die Firma tut. Das hat er aber vielleicht vergessen, weil ihm die Karte flüchtig am Flughafen in die Hand gedrückt wurde. Steht auf der Karte, dass die »Soundso AG« Versicherungen anbietet, vielleicht sogar spezielle (z.B. Tierhalterhaftpflicht), ist es viel einfacher für den Kunden, einzuordnen ob und wo er Herrn Meyer hinstecken soll.
Ganz wichtig, auch wenn ich es früher ganz gruselig fand, ist ein ansprechendes Bild des Karteninhabers. Damit wird die Karte »menschlich« und persönlich (Tipp gabs im Podcast von Guerilla FM; dafür nochmal herzlich Danke). Gute Geschäftsbeziehungen sind Beziehungen zwischen Menschen.
Meine Empfehlung: Klappvisitenkarten. Da hat man Platz, um a) die wesentlichen Dinge (Firma, Bild, Name, Position und Kontaktdaten) unterzubrigen und b) weitere Informationen, die dem Kunden entgegenkommen zu präsentieren.
Bei den günstigen Druckpreisen lohnt es sich, verschiedene Karten zu haben; z.B. eine Weiterempfehlungskarte, die man gegebenenfalls teilen und weiter geben kann oder eine Bonuskarte … Der Phantasie sind da, meiner Meinung nach, keine Grenzen gesetzt.
Beim Thema »Format« haben sich klassische Maße (Deutschland 85 x 55 mm) als »handlich« und nützlich bewährt (VK-Aufbewahrungssysteme). Da würde ich mir von Vistaprint noch Nachbesserung wünschen.
Vielen Dank, Frau Deckart, für den Artikel, werde ihn gleich »verbreiten«.
Hallo Katja,
vielen Dank für das ausführliche Feedback. Zu der Sache mit den Angeboten noch eine Anmerkung: Natürlich muss aus der Visitenkarte ersichtlich sein, was das Unternehmen tut – das steht ja auch im Punkt Übersichtlichkeit ganz oben. Was ich mit den Werbeslogans meinte sind konkrete, werbende Angebote. Die stören meines Erachtens auf Visitenkarten nur und haben zudem das Problem, dass sie sich schnell ändern.