Interview CMS: Welches System ist das richtige?
Wenn es um die Veröffentlichung von Daten geht, setzen Unternehmen hierfür in der Regel Content-Management-Systeme ein, eine Software, mit der Inhalte erstellt, publiziert und verwaltet werden.
Auf diese Art und Weise kann die Bereitstellung und Verwaltung von Inhalten (Content) besonders effektiv gestaltet werden.
Der Markt gibt inzwischen eine große Auswahl an Content-Management-Systemen her, daher steht für jedes Unternehmen, das sich für die Nutzung eines CMS entschließt, am Anfang die Frage, welches CM-System für den eigenen Einsatz das richtige ist.
Wir haben hierzu einen Experten befragt: Daniel Koch ist als Web-Entwickler und Autor tätig und somit seit Jahren ein Fachmann auf seinem Gebiet. Dem marketingshop blog beantwortete er zum Thema “CMS” die folgenden Fragen:
marketingshop.de: Herr Koch, welches CMS (Content-Management-System) würden Sie einem Unternehmen empfehlen und warum?
Daniel Koch: Hier gilt wie so oft: Eine pauschale Aussage lässt sich nicht treffen. Erst wenn die Anforderungen an das CMS seitens des Unternehmens – natürlich nach vorheriger Beratung – definiert sind, lässt sich hierzu etwas Aussagekräftiges sagen.
Prinzipiell haben Unternehmen zwei Möglichkeiten: Sie setzen auf Open-Source-Lösungen oder kommerzielle CM-Systeme.
marketingshop.de: Welche Faktoren spielen bei der Wahl des geeigneten CMS eine Rolle?
Daniel Koch: Zunächst muss immer die Frage gestellt werden, mit welchem Ziel das CMS eingeführt werden soll. Das lässt sich am besten in einem Beratungsgespräch abklären. Erst danach kann man sagen, welches System am besten geeignet ist. DAS BESTE CMS gibt es nicht.
Neben den spezifischen Anforderungen, gibt es auch noch solche, die allgemein gültig sind:
- Bedienbarkeit – Hier muss man die in Frage kommenden Systeme dahingehend untersuchen, ob Sie intuitiv zu bedienen sind. Dabei kommt es natürlich auch auf die technischen Vorkenntnisse der Endanwender ab. Das CM-System sollte nämlich auch dahingehend gewählt werden, dass die Endanwender damit problemlos arbeiten können bzw. sich im System leicht zurecht finden.
- Funktionsumfang – Wie lassen sich Inhalte einpflegen? Gibt es eine Medienverwaltung, Newsletter, Volltextsuche, Druckversion usw.? Auch in diesem Zusammenhang muss zunächst geklärt werden, welche Anforderungen die neue Webseite erfüllen soll.
- Zukunftsfähigkeit – Von wem wird das System entwickelt? Werden auch in Zukunft noch Sicherheitsupdates und Erweiterungen verfügbar sein? Diese Fragen sind entscheidend. Denn natürlich soll nicht in ein bis zwei Jahren schon wieder auf ein neues System umgestellt werden müssen, nur weil die Entwicklung eingestellt wurde.
- Im- und Export-Funktionen – Oftmals liegen Daten vor, die in die Webseite integriert werden sollen. Damit diese nicht manuell eingetragen werden müssen, sollte eine gute Import-Funktion vorhanden sein.
marketingshop.de: Es gibt ja einige kostenlose CMS wie beispielsweise Joomla – sind diese unterm Strich tatsächlich komplett kostenfrei und sind sie auch genauso empfehlenswert wie kostenpflichtige Content Management Systeme?
Daniel Koch: Open-Source-Systeme sind an sich zunächst einmal kostenlos, jeder kann sich ein solches System also installieren und nutzen. Für Unternehmen, die ein Open-Source-System einführen wollen, ist diese Einführung aber natürlich trotzdem mit Kosten verbunden.
Typische Kostenfaktoren sind:
- Eine Beratung dahingehend, welches System am besten für die jeweiligen Anforderungen geeignet ist.
- Template-/Theme-Entwicklung, um ein individuelles Layout zu bekommen.
- Mögliches Schulung der Mitarbeiter.
marketingshop.de: Wie sieht es aus beim Thema Google: Sind Websites auf CMS-Basis genauso googlefreundlich wie Seiten ohne CMS? Was sollte der Anwender hier bezüglich der Suchmaschinenoptimierung beachten?
Daniel Koch: Mittlerweile können Google & Co. durchaus CMS-basierte Webseiten indexieren. Aus Gründen der Lesbarkeit sollte man aber dennoch dafür sorgen, dass das CMS „suchmaschinenfreundliche“ URLs ausliefert. Die meisten CM-Systeme bieten mittlerweile diese Möglichkeit.
Wir danken Herrn Koch sehr herzlich für das Interview.



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