Interview Direktmailing: Pflegen Sie Adressen und Kunden!
Direktmailings sind nach wie vor ein beliebtes da effizientes Mittel des Direktmarketings. Hier gilt es, zwischen personalisierten und unadressierten Mailings zu unterscheiden, denn beide Strategien dienen unterschiedlichen Zwecken.
Direktmarketing-Expertin Janine Ortmann beschäftigt sich seit Jahren mit den Fragen der Neukundengewinnung durch unterschiedliche Direktmarketing-Strategien. Als Consultant bei der Deutschen Post AG bietet Sie Konzepte und Lösungen rund um das Thema “Dialog-Marketing” aber auch in den Bereichen des Online-Marketing.
marketingshop.de: Unadressierte Mailings haben nicht den Reiz der direkten und persönlichen Kundenansprache – in welchen Fällen sind sie trotzdem sinnvoller als adressierte Werbebriefe?
Janine Ortmann: Unadressierte Mailings haben einen anderen Zweck als adressierte, persönliche Mailings. Der Werbetreibende nutzt unadressierte Mailings für flächendeckende, regionale Bekanntheitssteigerungen oder zur Bewerbung eines allgemein gültigen Angebotes. Diese Werbung ist im Prinzip für jede Zielgruppe und jeden Haushalt interessant und deshalb können Sie als Werbetreibender auf die Mehrkosten der persönlichen Adressierung verzichten. Außerdem kann unadressierte Werbung zur Gewinnung neuer Kunden eingesetzt werden, welche sich in Zukunft auf Grund von Datenschutzbestimmungen kaum noch über persönliche Direkt Mailings umsetzen lässt.
marketingshop.de: Wie erreichen auch unadressierte Werbemailings hohe Aufmerksamkeit?
Janine Ortmann: Unadressierte Werbemailings müssen sich von der normalen Post abheben. Sie müssen auffallen und dennoch der Zielgruppe entsprechend gestaltet sein. Die jungen Medienberater reagieren beispielsweise besser auf eine Postkarte im Iphone Format als auf einen standardisierten Werbebrief. So hat jede Zielgruppe bestimmte Vorlieben und Interessen, welche es als Werbender gilt zu erkennen und zu nutzen!
marketingshop.de: Welches sind die schlimmsten „no-gos“ der Direktwerbung per Brief?
Janine Ortmann: Wer sich selbst im Umgang mit anderen Menschen beobachtet, kann diese Frage auf Anhieb beantworten. Was ist das Schlimmste für einen Selbst in der Kommunikation mit anderen? Wenn man statt Frau Meyer, Frau Schulze heißt oder der Chef auf der Geburtstagskarte mal wieder Frau Meier geschrieben hat. Der Name ist unser ICH, unsere ständige Visitenkarte und wir dulden weder eine Änderung des Namens ohne unsere Einwilligung noch eine Verunstaltung. Demnach achten Sie bei Ihrer Direktwerbung immer darauf, dass die Sendungen richtig personalisiert sind. Pflegen Sie Ihre Adressen, denn somit pflegen Sie auch die Kommunikation zu Ihren Kunden!
Ein weiteres „no-go“ ist Strafporto für Ihren Kunden. Stellen Sie sich vor, Sie müssen für einen Service bezahlen, welchen Sie überhaupt nicht angefordert haben! Sie haben niemanden gebeten Ihnen Werbung zu schicken und dennoch erhalten Sie diese und dann sollen Sie dafür auch noch zahlen? Eine bessere Möglichkeit den Ruf einer Firma dauerhaft zu schaden, gibt es nicht. Achten Sie als Werbetreibender darauf, dass Ihre Sendungen ausreichend frankiert sind, damit Ihnen genau dieser Faux-pas nicht passiert.
Einen interessanten Beitrag von Frau Janine Ortmann zum Thema “Unadressierte und teiladressierte Direktwerbung” finden Sie im Erfolgsratgeber Neukundengewinnung.



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