Kleines Budget, große Entwicklungen: Crowdsourcing für KMU


Per Crowdsourcing-Aktion die Ideen der Zielgruppe in die Produktentwicklung einbeziehen - © gubh83 - Fotolia.com

Dass Crowdsourcing ein effizientes Marketing-Tool sein kann, ist unbestritten. Doch verschwendeten in der Vergangenheit viele KMU aus Kostengründen nicht einmal einen Gedanken an die Durchführung eines Open-Innovation-Projekts. Das dürfte jetzt anders werden: Denn das Start-up Innosabi, das die Plattform unserAller betreibt, hat jetzt sein Angebot geöffnet.

Wer als Unternehmen ein Produkt auf den Markt bringt, der will, dass die Verbraucher es mögen und dadurch kaufen. Daher ist es wichtig, den Geschmack der Konumenten zu treffen. Und wie geht das besser, als wenn die Zielgruppe ihre Ideen direkt in die Entwicklung des Produkts mit einbringt? Wer jetzt denkt, dass der Aufwand und die Kosten für eine solche Mitmach-Aktion recht hoch sind, der mag in der Vergangenheit recht gehabt haben. Jetzt aber nicht mehr!

unserAller macht Crowdsourcing für KMU möglich

Während die Umsetzung einer Crowdsourcing-Kampagne bislang eher großen Unternehmen und Marken vorbehalten war (Beispiel: der dm-Markt ließ im Frühjahr eine neue Sorte seines Balea-Duschgels kreiren), können jetzt auch KMU ihre Produkte von der Community mitentwickeln lassen. Möglich macht es das Start-up Innosabi, auf dessen Plattform unserAller seit Ende September jeder sein eigenes Open-Innovation-Projekt durchführen kann.

Während Innosabi bisher für größere Projekte die inhaltliche Betreuung übernahm, ist es nun so, dass kleinere Mitmach-Aktionen auch ohne diese Betreuung durchgeführt werden können. Dies ist der Vorteil für KMU, die häufig nicht über ein reich bestücktes Marketing-Budget verfügen und aufgrund dessen vor einer solchen Kampagnen zurückschrecken.

Best Practice-Beispiel: Copa Wein & Delibar

Nehmen wir ein aktuelles Beispiel: Die Copa Wein & Delibar möchte sich neu in der Münchner Innenstadt etablieren. Um bereits vor der Eröffnung für Publicity zu sorgen, haben sich die Besitzer überlegt, ein Open-Innovation-Projekt via unserAller zu starten: Ob es in Zukunft ein außergewöhnlich belegtes Sandwich oder doch einen Kaffee mit leckeren Croissants gibt, entscheidet Ihr!” So lautet die Ansage und die gleichzeitige Bitte an die Community, ihre Lieblingsfrühstücksvarianten einzureichen und darüber abzustimmen. Um zusätzlich etwas für die Kundenbindung zu tun, gibt man den Mitentwicklern zu Ihrem “Copa-Frühstück” einen Espresso kostenlos dazu.

Fazit: Indem nun jeder, egal, ob er selbstständig ist, ob er Gründer, regional etablierter Kleinunternehmer oder Marketingverantwortlicher im Mittelstand ist, eigenhändig und unkompliziert eine Crowdsourcing-Aktion starten kann, sollte es für Unternehmer künftig keine Ausrede mehr hinsichtlich Aufwand oder Kosten geben, wenn es darum geht, die Wünsche der Zielgruppe bei der Produktentwicklung zu berücksichtigen.

Vor allem hinsichtlich der Kundengewinnung und Kundenbindung ergeben sich nur Vorteile: Denn wer eine solche Mitmach-Aktion startet, der profitiert nicht nur hinsichtlich seines Bekanntheitsgrads, sondern gewinnt gleich noch eine Reihe von Markenbotschaftern, die seine Marke bereits vor der Markteinführung des Produkts nach außen tragen, mit.

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1 Kommentar

  1. Stella sagt:

    Naja, solche Crowdsourcing/Projektplattformen gibts aber schon lange… twago zum Beispiel;)

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