Macht Facebook alle platt? Alternative Soziale Netzwerke und ihr Marketing-Potenzial – Teil 1: MySpace


MySpace: Screenshot der Startseite

MySpace: Screenshot der Startseite

Facebook hier, Facebook da, Facebook überall: An Mark Zuckerbergs Social Network kommt kaum vorbei, wer sich mit Social Media Marketing beschäftigt. Seit seinem offiziellen Start in Deutschland verdrängt Facebook auch hierzulande immer mehr andere Soziale Netzwerke.

Manche retten sich in Nischen, anderen wird bereits das Aus vorhergesagt. In einer kleinen Serie wollen wir hier im Blog eine Lanze brechen für die Alternativen zu Facebook und sie aus der Marketing-Perspektive betrachten.

MySpace – Treffpunkt für Musik und Entertainment

Seit seiner Gründung 2003 galt MySpace auch in Deutschland lange als das beliebteste Soziale Netzwerk. MySpace hatte Anfang 2010 in Deutschland vier Millionen Mitglieder, seine Ausrichtung war von Anfang an klar in Richtung Privates und Entertainment orientiert – im Gegensatz zum gleichaltrigen deutschen Business-Netzwerk Xing.

Das Besondere: MySpace positionierte sich gleich zu Beginn stark in der Musikszene. Events, Entertainment, Filme und eben vor allem Musik bestimmen das Erscheinungsbild des Sozialen Netzwerks. Die Nische ist damit für MySpace von jeher klar gewesen und konnte über 260 Millionen Mitglieder weltweit überzeugen.

MySpace stellt dabei seinen Usern im Gegensatz zu Facebook auch aktiv Bands oder Filme vor und  bietet Specials wie „Meet and Greet“ mit Stars an. Ein eigenes Plattenlabel hat Musiker unter Vertrag, die über MySpace entdeckt wurden.

Die Zielgruppe: Die Zielgruppe von MySpace ist seiner Ausrichtung entsprechend jung, tendenziell musikbegeistert und lifestyle-orientiert. Laut MySpace-Deutschlandchef Joel Berger sind die User im Durchschnitt 24 Jahre alt. Im Interview mit dem goldmedia blog sagte er kürzlich: „Wir richten uns an entertainmentorientierte junge Erwachsene, die auch eine gewisse Multiplikatorfunktion in ihren peer groups haben.“ Eine im Marketing also zumindest für bestimmte Sparten äußerst interessante Zielgruppe.

Das Marketing-Plus: MySpace ist offener als Facebook, was im Marketing ein Vorteil sein kann. Auf dem Sozialen Netzwerk lassen sich Nutzer nach Kriterien wie Alter, Ort und Geschlecht suchen und dem eigenen Profil als Freunde hinzufügen. Eine bestimmte Zielgruppe lässt sich so relativ leicht erreichen und über sogenannte Bulletins informieren und ansprechen.

Man sollte allerdings mit Bedacht mit diesem Tool umgehen, da es in der Vergangenheit schon durch Spammer ausgenutzt wurde, was dem Sozialen Netzwerk diesbezüglich teilweise einen schlechten Ruf eingebracht hat.

Linktipp: 100 Social Media Tipps für Unternehmen

Keine Kommentare

    Kommentar schreiben

    Bitte Sicherheitscode eingeben: