Nutzerverhalten bei Social Media: Jeder Zweite weiß nicht, was ein Klick auf den „Gefällt mir“ Button bewirkt


Viele User im Web klicken ihn an: Den „Gefällt mir“ Button von Facebook. Und doch weiß jeder zweite Nutzer offenbar gar nicht, welche Folgen ein solcher Klick hat.

Auszug aus der Studie "User Experience und Social Media" - Screenshot GfK SirValUse

Dass über Facebook immer wieder diskutiert wird, ist nicht neu. Besonders das Thema Datenschutz schwappt stets von Neuem wellenartig ans Ufer. Der Nutzungsfreude der User im Web tut dies keinen Abbruch: Trotz Risiken beim Datenschutz tummelt man sich weiterhin begeistert auf Social Media Websites. Die Webgemeinde gilt als aufgeklärt.

Auch der schnelle Social Media Button wird fleißig genutzt. Populärstes Beispiel: der „Gefällt mir“ Button. Dass jedoch die Hälfte derer, die gern einmal drauf klicken, gar nicht weiß, was ein solcher Klick bewirkt, erstaunt irgendwie. Herausgestellt hat sich dies im Zuge der Studie „User Experience und Social Media“, eine Umfrage der GfK SirValUse Consulting GmbH.

Doch wie viel Potenzial hat Social Media, wenn man bedenkt, dass ein Großteil der Nutzer teilweise nur über ein begrenztes Wissen diesbezüglich verfügt?

Die Studienergebnisse:

Was passiert eigentlich bei einem Klick auf den „Gefällt mir“ Button?

Obwohl eine gewisse User-Anzahl auf ihrem Streifzug durch’s Web mal eben fix im Vorbeigehen den „Gefällt mir“ Button antippt, scheint vielen gar nicht klar zu sein, welche Hebel sie mit der Aktivierung des „Gefällt mir“ Buttons in Bewegung setzen. 51 Prozent der Befragten sagen dazu: „Weiß ich nicht“.

Vermutungen, was ein Klick des „Gefällt mir“ Buttons bewirkt, gehen dabei in folgende Richtungen:

Das vermuten Facebook-User:

  • „Ich werde eingeloggt.“
  • „Wird ein Lesezeichen gesetzt?“
  • „Ich werde Mitglied.“

Das vermuten Teilnehmer, die Facebook nicht nutzen:

  • „Ich werde als Kunde registriert, dem das gefällt.“
  • „Das ist so eine Art Abstimmung.“
  • „Ich bewerte die Gestaltung der Seite. Die Unternehmen wollen das wissen, um die Seite eventuell zu verbessern.“
  • „Das geht an die Marketingabteilung, die wollen wissen, wie das ankommt.“

Nur wenige Nutzer klicken Social Media Buttons

Die Studie förderte außerdem zu Tage, dass gerade einmal 17 Prozent der Befragten Social Media Buttons in Online Shops anklicken. Der Rest nimmt die Buttons entweder nicht wahr oder klickt auch bei entsprechender Wahrnehmung nicht drauf. Aus mangelndem Interesse oder aus mangelhafter Aufklärung?

Zurückhaltung bei Social Media Buttons: Schlechte Aufklärung der Grund?

Tatsächlich liegen die Gründe für die Zurückhaltung wohl in der Unwissenheit der Nutzer. Da jeder Vierte nicht weiß, was passiert, wenn man den „Gefällt mir“ Button oder andere Social Media Symbole anklickt, werden folglich auch nicht viele aktiv werden.

Wird hier nicht ein großes Maß an Potenzial verschenkt? Dass Social Media im Grunde eine erfolgreiche Methode für Unternehmen ist, ist unbestritten. Doch wird dies schwierig, wenn das Potenzial aufgrund von Unwissen nicht ausgeschöpft werden kann. Daraus folgt: Unternehmen, die auf Social Media setzen und sicherlich auch den „Gefällt mir“ Button von Facebook in ihre Websites integrieren, sollten auf den Mehrwert, den der Nutzer bekommt, hinweisen:

  • Kommunizieren Sie den Nutzen Ihres Social Media Angebots. Der Kunde soll wissen, welche Möglichkeiten er dadurch gewinnt.
  • Informieren Sie auch zum Thema Datenschutz. Nur so lassen sich Zweifel aus dem Weg räumen und durch Vertrauen ersetzen.

„Peinliche Fotos“ oder „Immer wissen, was los ist“ – was denken User, wenn sie „Social Media“ hören?

Und was bringen User in Anbetracht der Erkenntnisse mit Social Media in Verbindung? Während der eine daran denkt, mit sozialen Medien stets up to date sein zu können, bringen andere eher negative Dinge wie Datenmissbrauch mit ihnen in Verbindung.

Betrachtet man die positiven Assoziationen, die User mit dem Begriff „Social Media“ verbinden, so lauten die Antworten der Befragten:

  • „Jederzeit Kontakt zu meinen Freunden haben“
  • „Immer das Neueste erfahren“
  • „Immer wissen, was los ist“

Das zeigt: Der Drang, stets auf dem neuesten Stand zu sein und so wenig wie möglich zu verpassen, ist offenbar ein menschlicher Zug von erheblicher Ausprägung. Auch das Streben nach Kontakt und Austausch mit Freunden und Bekannten ist ein großes Bedürfnis.

Die negativen gedanklichen Verknüpfungen mit Social Media beziehen sich zum einen auf das Skeptiker-Thema Datenschutz, zum anderen aber auch auf eine Scham für peinliche Profile/Fotos und einen Suchtfaktor. Die Antworten:

  • „Peinliche Fotos“
  • „Überall Senf dazugeben“
  • „Horror vor Datenmissbrauch“
  • „Zeitverschwendung“
  • „Macht süchtig“
  • „Alles künstlich, alles nur Schein“

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1 Kommentar

  1. Groovy sagt:

    Und?

    Was passiert denn nun wirklich, wenn man den “Gefällt mir”-Button anklickt?

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