iPhone 4: Das ist neu an der vierten iPhone-Generation
Schneller, schärfer, schmaler. So kommt die vierte iPhone-Generation daher. Der Name des neuen Kultsmartphones: schlicht und einfach „iPhone 4“.
Es hat im Vergleich zu seinem Vorgängermodell, dem iPhone 3GS, mehr als hundert neue Funktionen. Neben der technischen Aufwertung erfuhr das neue Apple-Handy aber auch Änderungen im Design.
Diese Neuerungen stellten jedoch bei der offiziellen Präsentation am 7. Juni durch Apple keine wirkliche Überraschung mehr dar. Der Grund: Die Betreiber des Technikblogs Gizmodo gaben im April auf ihrer Internetseite bekannt, in den Besitz eines Prototypen des Kultsmartphones gelangt zu sein. Ein Techniker von Apple soll das Gerät in einer Bar in San Francisco verloren haben. Die Blogbetreiber ließen es sich daraufhin nicht nehmen, den iPhone-Prototypen auf ihrer Webseite zu präsentieren bzw. genau unter die Lupe zu nehmen und deckten somit alle Geheimnisse um die neue iPhone-Generation auf.
Was macht das neue iPhone 4 nun aber so besonders gegenüber seinem Vorgänger? Was ist wirklich neu und revolutionär? Die Fakten sind ebenso einleuchtend wie überzeugend. Lesen Sie selbst:
iPhone 4: Design
Laut Apple ist das neue iPhone das dünnste Smartphone überhaupt. Seine Maße betragen: 115,2 x 58,6 x 9,3 Millimeter und es bringt 137 Gramm auf die Waage. Auffällig ist auch die deutlich eckigere Form. Das Rückteil besteht nun aus Glas und nicht mehr aus kratzanfälligem Plastik. Optische Aufwertung bringt auch ein Rahmen aus Edelstahl. Dieser ist zugleich Teil der Antenne für 3G- und WLAN-Empfang, was die Empfangsqualität verbessern soll.
Auch Power- und Lautstärkeknöpfe sind aus Edelstahl, wobei die Lautstärkenregelung nun über zwei voneinander getrennte Knöpfe erfolgt und nicht mehr über eine Wippe. Der Einschub für die Micro-SIM-Karten befindet sich nun an der Seite.
iPhone 4: Display
Das Display des neuen iPhones macht schon Eindruck: Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes Retina-Display mit IPS-Technologie und einer Auflösung von 326 Pixel per Inch (960 x 640 Bildpunkte). Die Diagonale beträgt weiterhin 3,5 Zoll. Dies sorgt für eine unglaublich hohe Schärfe. Man denkt, man liest ein gedrucktes Magazin. Für das Kontrastverhältnis gibt Apple das Verhältnis 800:1 an, was dem Vierfachen des iPhone 3GS entspricht.
iPhone 4: Kamera
Das neue iPhone hat gleich zwei Kameras: Die Hauptkamera auf der Rückseite des Geräts soll deutlich bessere Bilder liefern als die des Vorgängermodells. Hierbei handelt es sich um eine 5-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz und einem Lichtsensor. Dieser soll bei schlechten Lichtverhältnissen für bessere Bilder sorgen. Was die neue Kamera des Kultsmartphones sonst noch auszeichnet: Sie kann ein fünffaches Digital-Zoom vorweisen, bringt Touch-Fokus mit und kann sogar Videos im HD-Format 720p mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde aufzeichnen. Diese können dann auch gleich mit dem iPhone geschnitten werden.
Die zweite Kamera befindet sich auf der Vorderseite. Sie kann sowohl Fotos als auch Bewegtbilder mit einer Auflösung von 480 x 640 Bildpunkten aufzeichnen.
Beide Kameras unterstützen die neu Videochat-Applikation „Face Time“ von Apple. iPhone-Besitzer können damit untereinander videotelefonieren – bislang aber nur per WLAN. Dies soll sich jedoch bald ändern, denn Apple steht bereits mit Netzbetreibern in Verhandlung, damit Videotelefonie auch künftig über das Mobilfunknetz möglich ist.
iPhone 4: Prozessor und Akku
Die neue iPhone-Generation wird von einem Apple A4-Chip angetrieben, was zu einer Beschleunigung des Arbeitstempos führen soll. Dies wiederum verlangt nach einem stärkeren Akku, der beim iPhone 4 von der Kapazität her größer dimensioniert ist als beim Vorgänger. Das bringt 40 Prozent mehr Sprechzeit als beim iPhone 3GS. Laut Apple sind somit Dauergespräche von bis zu sieben Stunden oder 40 Stunden Musikhören möglich.
iPhone 4: Akkustik
Mit der neuen iPhone-Generation hat Apple Hintergrundgeräuschen den Kampf angesagt. So befindet sich neben der Kopfhörerbuchse ein zweites Mikrofon, das Störgeräusche aufnimmt, die dann durch eine bestimmte Technik analysiert werden. Auf diese Weise können Töne eingespielt werden, die die störenden Geräusche überdecken und quasi unhörbar machen.
iPhone 4: Neue Sensoren
Außerdem hat Apple dem bereits bekannten Beschleunigungssensor des neuen Smartphones einen 3-Achsen-Gyrosensor zur Seite gestellt. Damit kann das Gerät eigene Bewegungen im Raum besser erfassen, was sich besonders bei Spielen bemerkbar machen dürfte. Zusammen mit dem Gyroskop unterstützt der Beschleunigungssensor des iPhone 4 nun sechs Achsen.
iPhone 4: 802.11n WLAN
Das WLAN-Modul ist 802.11n-kompatibel. Damit unterstützt das neue Smartphone als eines der ersten Serien-Handys den neuen Standard im 2,4-GHz-Frequenzbereich.
iPhone 4: Umweltfreundlicher als seine Vorgänger
Apple setzt bei der Herstellung des neuen iPhones auf umweltfreundlichere Materialien: So verzichteten sie beim Display auf Quecksilber oder bei der Glasscheibe auf Arsen. Im Inneren des Geräts sowie bei den mitgelieferten Kopfhörern und dem USB-Kabel verwendete Apple kein PVC. Auch bei der Verpackung setzten die Hersteller auf biologische Materialien und das Ladegerät entspricht sämtlichen globalen Standards zur Energieeffizienz. Auch die integrierten Sensoren reagieren auf die äußeren Lichtverhältnisse und passen das Display an die Umgebung an oder schalten es gar ab, wenn es für eine Weile nicht benutzt wurde.
iPhone 4: Neue Firmware iOS 4
Der Name des neuen Betriebssystems wurde von iPhone OS 4 in iOS 4 umbenannt und soll neben dem iPhone 4 auch das Apple iPhone 3G, iPhone 3GS und die zweite und dritte Generation des iPod touch unterstützen. In jedem Fall bringt die neue Firmware über 100 neue Features mit sich. Unter anderem sind dies:
Multitasking
Die neue Firmware von Apple unterstützt Multitasking, also die Möglichkeit mehrere Apps gleichzeitig laufen zu lassen. Eine Übersicht über alle laufenden Apps erscheint beim Doppelklick auf die Home-Taste. Anschließend kann man dann zwischen ihnen hin und her schalten. Hierfür müssen die Apps aber auch Multitasking unterstützen, das ist der Nachteil. Sonst besteht nur die Möglichkeit von App zu App zu wechseln, wobei eine Applikation immer jeweils mit dem Start einer anderen App beendet wird.
Überarbeitete Mail-Funktionen
Wer will, der kann nun alle Mails verschiedener Konten übersichtlich über einen zentralen Posteingang laufen lassen. Auch wichtig zu wissen, vor allem für Business-Nutzer: Mails und Anhänge können nun verschlüsselt übertragen werden, was die Sicherheit erhöht. Außerdem lassen sich mit dem neuen Smartphone mehrere Exchange-Accounts anlegen.
iBooks
Wer Bücher beispielsweise mit dem iPad im bekannten Online-Buchladen iBooks kauft, kann diese auch auf dem iPad lesen und umgekehrt. Jedes Buch muss hierfür nur einmal erworben werden.
Praktisch: Die App merkt sich, wo man auf Gerät A aufgehört hat zu lesen und schlägt die Seite auf Gerät B automatisch wieder auf.
Gamecenter
Im neuen Gamecenter tragen sich Spieler in Highscore-Listen ein oder sie treffen sich zu Mehrspielerpartien. Die Schnittstelle wird künftig in vielen Spielen integriert sein.
iAd
Mit iAd ziehen auch neue Werbeformen in die neue iPhone-Generation ein: Das Feature macht es möglich, dass sich Entwickler bei Apple registrieren und anschließend leichter Werbung in ihren Apps geschaltet bekommen.
Sechzig Prozent der Einnahmen will Apple an die Entwickler weiterreichen und ihnen somit die Chance geben, über Anzeigen Geld zu verdienen.
iPhone 4: Preis
Die Preise liegen bei 199 US-Dollar für das 16-Gigabyte-Gerät und 299 US-Dollar für die Variante mit 32 Gigabyte. Auf Deutschland gemünzt:
Das neue Apple-Handy soll für neue Kunden zwischen 1 und 340 Euro erhältlich sein, abhängig vom ausgewählten »Complete«-Vertrag der Telekom. Erhält man das Gerät jedoch für nur einen Euro, dann kostet dieses Schnäppchen im Complete 1200 über zwei Jahre aber mindestens 2.184,75 Euro. Bei allen Innovationen ein teures Vergnügen.


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