Praxis-Check: Augmented Reality – science fiction oder echte Marketing-Chance?
In kaum einem der ungezählten Beiträge über die wichtigsten aktuellen Trends im Web fehlt derzeit das Schlagwort Augmented Reality. Mit dieser Technik wird die Realität virtuell erweitert, beziehungsweise der virtuelle Raum über den Realen gelegt. Klingt nach science fiction – ist aber technisch längst möglich und verbreitet sich zunehmend. Auch das Marketing entdeckt die Augmented Reality für sich: Hier ein Praxischeck, was AR dem Marketing bieten kann.
Augmented Reality – was ist das?
Anwendungen der Augmented Reality lassen den virtuellen Raum mit dem Realen verschmelzen. Das heißt zum Beispiel, dass das mit einer Handykamera aufgenommene Bild einer Sehenswürdigkeit mit digitalen Informationen angereichert wird. Macht also der Nutzer mit seinem Smartphone ein Bild von Neuschwanstein und nutzt dann eine entsprechende Augmented Reality-Anwendung, dann sieht er auf seinem Display nicht nur das eben gemachte Foto, sondern auch Informationen zum Bau des Schlosses, zu seiner Lage, Eintrittspreisen oder ähnlichem.
Doch Augmented Reality funktioniert nicht nur mit mobilen Geräten: Auch am heimischen Computer lassen sich Informationen aus der realen Welt digital erweitern. Objekte werden dreidimensional und erlauben sogar Interaktion. Ein oft zitiertes Beispiel aus den USA sind Sammelkarten von Baseballspielern, die einen speziellen Code enthalten. Hält man diesen Code vor die Webcam des Computers, so erscheint der jeweilige Spieler in 3D, eingebettet in die tatsächliche Umgebung des Nutzers. Und nicht nur das: Über die Computertastatur kann der Nutzer die Spieler Bälle werfen, fangen oder schlagen lassen. Zu sehen ist das in diesem youtube-Video:
Das Marketing-Plus der Augmented Reality
Was kann Augmented Reality im Marketing leisten? Sie bietet zwei große Vorteile. Nähe und Interaktivität. Solange sie noch nicht zum Massenphänomen geworden ist, kommt noch der Vorteil des Neuen, Außergewöhnlichen hinzu.
Nähe: Klassisches Online-Marketing teilt ein Problem mit den Offline-Werbeformen: Die beworbenen Produkte können zwar beschrieben und gezeigt werden, wirklich plastisch und nah aber können diese Medien das Angebotene nicht erscheinen lassen. Diese Problem löst Augmented Reality zu einem gewissen Grad. Objekte werden dreidimensional und lassen sich wie im Baseballbeispiel gezeigt auch “ausprobieren”.
Interaktivität: Dieses Ausprobieren – dem je nach Produkt natürlich Grenzen gesetzt sind – bindet den Nutzer. Er beginnt, mit dem Produkt zu interagieren und sich dadurch näher damit zu beschäftigen – ohne dafür in einen Laden gehen zu müssen. So wird eine engere Bindung geschaffen als eine normale Online-Anzeige oder Fernsehwerbung das kann.
Marketing-Kampagnenbeispiele, die Augmented Reality einsetzen
Über zwei Marketing-Kampagnen, die sich die Möglichkeiten der Augmented Reality bereits zunutze machen. berichtet der Trendblog trickr.de: Audi und Toyota bieten auf ihren Homepages Anwendungen, die die Automodelle scheinbar zum Greifen nahe bringen. Im Rahmen der Toyota-Kampagne lässt sich der neue Hybrid Auris mit dem Claim “the cleanest test drive ever” sogar virtuell Probe fahren, wie in diesem Video zu sehen ist:
Fazit: Augmented Reality als Marketing-Instrument ist keine science fiction, sondern gangbare Realität. Die Pluspunkte sind Nähe, Interaktivität und – noch – der Hauch des Innovativen. Der Nachteil sind sicherlich bislang die Kosten für derart aufwändige Marketing-Kampagnen wie etwa die von Toyota.
Eine kostengünstigere Marketing-Chance in der Augmented Reality aber können Plattformen wie mobeedo.com bieten. Hierbei werden Handynutzern – ähnlich dem Neuschwanstein-Beispiel – Informationen und Angebote zu ihrer unmittelbaren Umgebung gegeben. Werden Angebote dieser Art zum Massenphänomen, so können sie als virtuelle Wegweiser durch die reale Welt Geschäften vor Ort gute Marketing-Dienste leisten.


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Interessanter Grundlagen-Artikel zu Augmented Reality Marketing – in meinem Blog http://www.augmentedrealitybiz.com sind weitere Best cases.