Straffer Zeitplan: Der Social Media Manager im Unternehmen


Über die Fähigkeiten und Tätigkeiten eines Social Media Verantwortlichen

Immer wieder sprießen neue Tätigkeitsfelder und Berufsbezeichnungen aus dem Boden. Ein Job scheint in Zeiten des Web 2.0 für das Unternehmens-Marketing besonders wichtig: Der des Social Media Managers. Aber was macht der eigentlich so?

Der hektische Zeitplan eines Social Media Managers (Screenshot: blog.socialcast.com)

Unternehmen wollen in diesem Jahr mehr Geld in Social Media Marketing investieren. Dies beinhaltet auch die Tätigkeitsfelder in diesem Bereich neu zu ordnen und strategisch zu verteilen. So gehen mehr und mehr Unternehmen dazu über, einen externen Social Media Manager einzustellen oder einen internen Web 2.0-Experten für diesen Posten auszuwählen. Dies macht auch durchaus Sinn. Schließlich ist das Social Media Marketing zum festen Bestandteil der Unternehmenskommunikation geworden und hat sich zu einem probaten Mittel der Kundengewinnung und des Kundendialogs entwickelt.

Das Berufsbild des Social Media Managers

Eine anerkannte Ausbildung zum Social Media Manager gibt es zwar noch nicht, wenn auch bereits dahingehende Fortbildungen existieren. Derjenige, der diesen Posten besetzt, muss vor allem (am besten langjährige) praktische Erfahrungen aus dem Social Media-Bereich mitbringen, d.h. er muss wissen, “wie das Web 2.0 funktioniert”. Er muss sich im Internet auskennen, selbst bereits mehrere Jahre privat aktiv in Sozialen Netzwerken unterwegs gewesen sein und auch geschäftlich bestenfalls derartige Projekte betreut haben. Gut ist, wenn er auch bereits Kontakte zu einigen bekannten Bloggern und Web-Experten gesammelt hat, denn im Web 2.0 sind Kooperationen wichtig, nicht nur hinsichtlich des Linkbuilding-Gedankens, sondern vor allem in Bezug auf konstruktiven Meinungsaustausch.

Außerdem muss der Social Media Manager ein Ohr und Auge dafür haben, was die Web 2.0-Community bewegt, über was sie diskutiert und vor allem sollte er Kenntnisse über die Umgangsregeln haben. Er sollte wissen, dass er eine gewisse Etikette bewahren muss, wenn er ein Unternehmen im Social Web nach außen hin repräsentiert. Das heißt mit anderen Worten: Der Social Media Manager sollte keine Interna ausplaudern sowie negative Kommentare von anderen nicht löschen, sondern freundlich, sachlich und konstruktiv auf Kritik reagieren.

Der Zeitplan des Social Media Managers: Auch in den Pausen ist er aktiv

Während bestimmt so mancher noch das Berufsbild des Social Media Managers belächelt – “surft und chattet er doch nur ein bißchen bei Facebook & Co. herum” – haben Marketingexperten erkannt, wie umfangreich doch dieser verantwortungsvolle Job ist. Wer in einem Unternehmen den Posten eines Social Media Managers inne hat, der muss strategisch vorgehen, den Austausch mit anderen Abteilungen wie z.B. der Marketing-Abteilung oder dem Vertrieb suchen, also gut mit verschiedenen Teams zusammen arbeiten können. Auch das Monitoring der Entwicklungen hinsichtlich der Online Reputation seines vertretenen Unternehmens und die Analyse der angewandten Social Media-Aktivitäten bilden sehr wichtige Punkte.

In Hinblick darauf, dass sich im Bereich Web 2.0 ständig neue Trends herausbilden, sollte der Social Media Manager zudem die Fähigkeit besitzen, auch mal ungewöhnliche Gedanken weiterzudenken und gegen den Strom zu schwimmen. Zumindest sollte er aber umfangreiche Kenntnisse über die Social Media-Trends haben und sie alle zumindest mal in Betracht für die eigenen Marketingstrategien gezogen haben.

Bei diesem straffen Zeitplan dürfen natürlich auch Pausen nicht fehlen. Selbstverständlich checkt der Social Media Manager bei seinem Lunch dann noch mal eben bei Foursquare ein. Wer einmal auf einen Blick wissen möchte, was denn ein Social Media Manager den ganzen Tag über so macht, den interessiert sicher die sehr anschauliche Grafik, die bei http://blog.socialcast.com gefunden wurde.

2 Kommentare

  1. Ein sehr schöner Beitrag. Das Berufsbild des Social Media Managers ist noch sehr jung und wird sich erst in den nächsten Jahren wirklich entwickeln. Hier sind aber schon viele wichtige Aspekte genannt, die bei der Kommunikation nach außen zu berücksichtigen sind. Vor allem, der Umgang mit Kritik in Social Media wird vielfach noch nicht so professionell behandelt, wie man es sich wünschen würde.

  2. Melissa sagt:

    Danke für diesen interessanten Artikel zum Berufsbild des Social Media Managers. Die Sache mit der Kritikfähigkeit, da ist echt was dran. Wenn man in diversen Foren etc. unterwegs ist und auf die unterschiedlichsten Insider und Experten trifft, muss man sich schon manchmal was anhören. Die haben ja dann auch teilweise recht. Ein Social Media Manager muss sich ja mitunter mit den unterschiedlichsten Themen auseinandersetzen und kratzt da natürlich oft nur an der Oberfläche. Und manchmal trifft man eben auch auf einen wehen Nerv. Eine gewisse Sensibilität sollte ein Social Media Manager deswegen auch mitbringen…
    Hier übrigen ein Artikel zum Thema Jobsuche in der Social Media Welt: http://blog.jobijoba.de/2011/10/12/schone-neue-social-media-welt-%e2%80%93-und-wie-man-auf-kreative-weise-seinen-neuen-job-darin-findet/

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