Tipp-Liste: Crowdsourcing richtig planen und umsetzen


Wer regelmäßig neue Ideen kreieren will, benötigt Inspiration von außen. So geht es auch Unternehmen, die Produktneuheiten einführen und die Kundenseite stets aufs Neue von der eigenen Marke überzeugen möchten. Crowdsourcing pustet angestaubtes Ideengut kräftig durch und wirbelt dabei häufig wertvolle innovative Gedanken auf.

Unternehmen profitieren vom Crowdsourcing Modell auf verschiedene Weise, so gelten Kundenbindung, virale Effekte und innovative Ideenentwicklungen beispielsweise als erfolgreiche Bilanz einer gelungenen Crowdsourcing Kampagne.

Um Crowdsourcing zu einem innovativen Erfolgslieferanten zu machen, empfiehlt es sich, vor Kampagnenstart einige wichtige Regeln zu befolgen:

Erfolgsregeln für die Crowdsourcing Kampagne

Definieren Sie ein klares Ziel. Welches „Problem“ möchten Sie mit der Unterstützung der Masse lösen? Bevor Sie die Mitmach-Kampagne starten, sollten Sie klar benennen können, was Sie von der Kampagne erwarten: Was soll nach der Kampagne anders sein als vor der Kampagne? Seien Sie nicht vage, sondern konkret – nur so wird auch das Ergebnis klar und eindeutig.

Nehmen Sie die passende Zielgruppe ins Visier. Um das bestmögliche Ergebnis aus der Masse zu erhalten, muss zunächst die richtige Masse her. Sprechen Sie die passende Gruppe an und orientieren Sie sich dabei an Interessengebieten: Wer ein technisches Produkt einführen will, kann zum Beispiel Technische Hochschulen als Zielgruppe definieren.

Motivieren Sie. Die wichtigste Voraussetzung für die Teilnahme sind faire Rahmenbedingungen. Neben kleinen Motivationsanreizen wie Prämien, Bonusleistungen oder sonstigen Vorteilen gegenüber Nicht-Teilnehmern, ermuntert auch eine offene und freundliche Kommunikation zur Teilnahme.

Verbreiten Sie Ihre Kampagne. Nutzen Sie so viele Plattformen wie möglich dazu, Ihre Mitmach-Aktion im Bereich der Zielgruppe zu verbreiten und Aufmerksamkeit zu erlangen. Erfolgreich kann die Aktion nur werden, wenn genügend Teilnehmer mitmachen.

Klären Sie die Rechtslage. Rechtliche Unstimmigkeiten im Hinblick auf geistiges Eigentum etc. können vermieden werden, indem von Beginn an klar kommuniziert wird, dass alle Rechte an den gesammelten Ideen bei Ihrem Unternehmen liegen.

Vermitteln Sie der teilnehmenden Masse Respekt. Zeigen Sie als Unternehmen, wie wichtig Ihnen der Input Ihrer Zielgruppe ist – sonst würden Sie schließlich nicht auf Crowdsourcing setzen. Teilnehmer sollten sich nicht als Marketingwerkzeug fühlen, sondern als wertvoller Ideenlieferant, der Ihrer Marke sinnvollen Mehrwert zukommen lässt.

Setzen Sie bei Schwierigkeiten auf fachliche Unterstützung. Gibt es Startschwierigkeiten, können professionelle Berater helfen (https://www.atizo.com/ ; .http://b2b.whisprs.net/ ; http://www.vo-agentur.de/)

Vergessen Sie nicht, dass die Kampagne auch scheitern kann. Für den Fall, dass die Crowdsourcing Aktion nicht den gewünschten Erfolg bringt, sollte es einen Notfallplan geben. So können eventuelle negative Entwicklungen abgefangen werden.

3 Kommentare

  1. Sabrina T. sagt:

    Hallo,

    ich habe eine eher rechtliche Frage, aber vielleicht können Sie trotzdem weiterhelfen.
    Wenn wir ein Gewinnspiel ausrichten würden, bei dem die Teilnehmer Fotos oder Zeichnungen einsenden und das beste Foto/die beste Zeichnung prämiert wird und der Gewinner einen hochwertigen Preis erhält, darf man die anderen Fotos/Zeichnungen dann auch nutzen? Reicht es wenn man in den Teilnahmebedingungen darauf hinweist, dass die Rechte (Nutzung? Urheberrecht?) auf uns übergehen?

  2. Michael sagt:

    Guter Beitrag zum Trend-Thema Crowdsourcing! Spezielle Aufgabenstellungen lassen sich mittlerweile auch gut auf spezialisierten Webportalen abwickeln, hier ist dann bereits eine Community vorhanden und man kann sicher sein, dass eine ausreichende Anzahl hochwertiger Vorschläge kommt. Wir betreiben mit http://www.designenlassen.de beispielsweise eine Designplattform bei der tagtäglich Designwettbewerbe ausgeschrieben werden.

  3. Leto sagt:

    Ich arbeite in einer Firma die verschiedenste Online-Dienstleistungen anbietet, und wir haben im Kundenauftrag auch schon Crowdsourcing-Projekte umgesetzt, und die Kunden bei Problemen (technisch) begleitet.

    Aus meiner Erfahrung ergibt sich zu obenstehender Liste noch ein ganz wichtiger Punkt:

    Entscheidungskriterien müssen transparent sein: Wenn die Belohnung an den Entwurf mit den meisten Stimmen geht, muss das auch so sein! Der Preis sollte hier also etwas sein, was dem Unternehmen auf keinen Fall schaden kann (das war z.B. der Fehler bei der Pril-Kampagne). Wenn man von einer internen Jury entscheiden lässt, müssen die Kriterien der Jury, eine eventuelle Vorauswahl usw. bekannt sein.
    Und dann wieder das Stichwort Kommunikation: Die Entscheidungskriterien müssen so auf der Website platziert sein, dass die User diese auch wirklich mitbekommen. Irgendwo mittig in den Teilnahmebedingungen, die bestenfalls kurz überflogen werden, ist da nicht der richtige Weg.

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