Top Positionen bei Google – die Zukunft der Rankingfaktoren


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Die Zukunft der Rankingfaktoren – © MacX – Fotolia.com

Google ist bekanntermaßen die erste Anlaufstelle für Suchende. Bei der Beschaffung von Informationen oder bei der Suche nach Produkten verlassen sich die Menschen auf die Ergebnisse, die Google ihnen präsentiert. Um im Online Geschäft erfolgreich zu sein, muss man dort mit der eigenen Seite gut platziert sein. Nur so wird man von den Suchenden wirklich wahrgenommen.
Doch welche Faktoren wirken sich aktuell und in Zukunft auf das Ranking – also die Position in den Suchergebnissen von Google – aus? Wir haben die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst.

Um mit der eigenen Seite möglichst weit oben in den Suchergebnissen von Google zu erscheinen, betreibt man Suchmaschinenoptimierung. Bei der Suchmaschinenoptimierung unterscheidet man zwei Teilbereiche. Einer dieser Teilbereiche ist die sogenannte OnPage Optimierung. Dazu gehören alle Maßnahmen, die direkt auf der Webseite angewendet werden. Der zweite Teilbereich ist die OffPage Optimierung. Dabei werden alle Maßnahmen zur Erhöhung der Webseitenpopularität zusammengefasst. Hierzu zählen vor allem Verweise von anderen Webseiten auf den eigenen Webauftritt. Jeder der Bereiche (OnPage und OffPage) besitzt eine Vielzahl an Faktoren, die für das Suchmaschinenranking wichtig sind und dieses positiv wie negativ beeinflussen können.

Aktuelle Rankingfaktoren

Vor allem OnPage Faktoren und deren Optimierung bilden das Fundament für ein gutes Ranking bei Google, weil diese von Webmastern selbst verändert werden können und damit nicht manipulierbar sind. Mit der Optimierung der OnPage Faktoren kann man auch die Qualität der Webseite verbessern. Qualitativ hochwertige Seiten bekommen meistens einen Platz an der Spitze der Suchergebnisse (SERPs). Zu den OnPage Faktoren gehören neben technischen auch inhaltliche und strukturelle Elemente wie HTML-Elemente, die man im Quellcode einer Seite findet, oder andere Kriterien, die mit der Webseiten-Architektur oder dem Hosting einer Website zusammenhängen.

Hier einige Beispiele:

  • Meta Title
  • Meta Description
  • Canonical Tag
  • Heading Tags
  • ALT Attribut
  • Klick-Pfad Länge
  • Interne Links
  • URL

Neben den OnPage Faktoren spielen auch Empfehlungen in Form von Links eine wichtige Rolle für das Ranking. Wird eine Seite häufig auf anderen Seiten erwähnt und verlinkt, geht Google davon aus, dass der Inhalt der Seite besonders empfehlenswert ist. Dies kann sich dann positiv auf die Position in den Suchergebnissen auswirken. Die Anzahl solcher Verweise kann man in der Regel mit Linkbaits, viralem Marketing oder anderen Vermarktungsmaßnahmen begünstigen. Leider ist es jedoch nicht so einfach, solche Empfehlungen direkt zu beeinflussen.

Alle Maßnahmen zur Erhöhung der Webseitenpopularität werden Linkaufbau genannt und zählen heutzutage zu den anspruchsvollen und komplexen Disziplinen im SEO-Bereich. Mithilfe ausgeklügelter Algorithmen kann die Suchmaschine Google klar unterscheiden, ob ein Link natürlich entstanden ist oder ob der Webmaster hier nachgeholfen hat, indem er die Links “künstlich” erzeugt hat. Beispiele für künstlichen Linkaufbau sind Einträge in Webverzeichnisse oder Tausch von Links mit anderen Webmastern.

Solche manipulierten Links werden bei der Bewertung einer Seite durch die Suchmaschine nicht beachtet oder wirken sich sogar negativ auf die Position aus.

Gute Rankings & Social Signals

Ob die Aktivitäten und Verlinkungen in den sozialen Netzwerken wie Facebook oder Google+ eine Rolle für das Ranking spielen, ist noch umstritten. Viele Experten behaupten, dass gute Rankings mit den sogenannten Social Signals (Likes, +1’s , Tweets etc.) stark korrelieren. Man kann jedoch nicht davon ausgehen, dass ein Unternehmen, das in sozialen Netzwerken gut aufgestellt ist, auch automatisch gut mit der Webseite rankt. Auch Google selbst hat zu keinem Zeitpunkt bestätigt, dass Social Signals ein Rankingfaktor sind. Natürlich kann der Erfolg in sozialen Netzwerken indirekt positive Folgen für das Ranking haben. Eine informative Seite mit guten Content wird auch in sozialen Netzwerken erfolgreich sein und dank dem guten Content vermutlich auch viele Links von anderen Seiten erhalten. Die Links wirken sich dann positiv auf das Ranking aus. Jedoch wirkt sich der Erfolg in sozialen Netzwerken nicht unmittelbar auf die Position in den Suchergebnissen aus.

Rankingfaktoren in Zukunft

Google versucht durch die Anpassung seiner Rankingfaktoren ständig die eigenen Suchergebnisse und damit das Nutzererlebnis zu verbessern. Google wird bei der Bewertung wahrscheinlich einen hohen Wert darauf legen, dass die Webseiten den Nutzern Antworten auf deren Suchanfragen und eine einfache Handhabung bieten. Zukünftig werden vermutlich eher weichere Faktoren wie beispielsweise Nutzerzufriedenheit und Absprungrate eine größere Rolle spielen.

User Intent

Der Grundsatz von Google ist bekanntlich relevante Dokumente im Web für Nutzer bereitzustellen. Dazu wird geprüft, ob die untersuchten Dokumente relevant für spezielle Keywords sind, nach denen die Nutzer suchen. Heute haben die Nutzer bereits viel Erfahrung mit der Suche im Web und wissen deshalb genau, was oder wie sie suchen müssen. Es werden mittlerweile ganze Anfragen gestellt. Die Webseiten, die ein gutes Ranking erreichen wollen, müssen deshalb die Antworten auf solche Fragen geben. Wer dies nicht beachtet, wird in Zukunft vermutlich mit Nachteilen beim Ranking rechnen müssen.

Es ist deshalb wichtig, das Nutzungserlebnis beispielsweise durch den Einsatz strukturierter Daten und die Optimierung für die mobile Nutzung zu verbessern. Man muss sich genau überlegen, was die Intention des Nutzers ist. Will er Informationen bekommen, etwas kaufen, auf eine bestimmte Seite gelangen oder eine beliebige andere Transaktion ausführen? Dahin gehend muss dann auch der Content auf der Webseite angepasst werden. Mit dem relevanten Inhalt greift man idealerweise genau das Bedürfnis des Suchenden auf und bietet eine passende Lösung an.

Strukturierte Daten

Die Suchmaschine strebt ständig danach dem Nutzer relevante Ergebnisse auszuliefern und versucht deshalb die Suchanfragen zu kategorisieren, um passende Lösung als Suchergebnis zu präsentieren. Mit Hilfe von strukturierten Daten kann man der Suchmaschine vorab anzeigen, um welche Art von Daten es sich handelt. Hierzu gibt es Möglichkeiten, solche Daten im Quellcode entsprechend auszuzeichnen.

Die strukturierten Daten dienen dazu, Daten in Kategorien einzuteilen und bestimmten Informationstypen Eigenschaften zuzuordnen. Die Informationstypen können beispielsweise

  • Beurteilungen,
  • Veranstaltungen,
  • Produkte,
  • Geschäfte,
  • Personen,
  • Preise,

sein. Durch die besondere Auszeichnung der Daten gibt man Google zusätzliche Informationen, die dann in den Suchergebnissen mit ausgespielt werden können.

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Durch diese zusätzlichen Informationen kann man auch die Klickrate (CTR) steigern und so mehr Kunden auf die eigene Webseite bringen, was sich dann indirekt auf das Ranking bei Suchmaschinen auswirken kann.

Ein einheitliches Schema zur Auszeichnung dieser Daten ist auf www.schema.org zu finden. Dabei handelt es sich um ein gemeinsames Projekt von Google, Bing und Yahoo!. Die drei Suchmaschinen haben hier einen Standard geschaffen, an den sich Webseitenbetreiber halten sollten.

Da diese Auszeichnungen dem Nutzer schon bei der Suche mehr Informationen über Produkte, Dienstleitungen oder Ähnliches bieten, verbessert dies das Nutzungserlebnis. Deshalb kann man vermuten, dass strukturierte Daten in Zukunft auch in das Ranking mit einspielen.

Mobile und Responsive Design

In 2012 wurden in Europa bereits über 5% der Seitenaufrufe über mobile Endgeräte getätigt[1]. Google hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem Nutzer seine Suche einfach zu gestalten und das soll jetzt auch auf mobilen Endgeräten umgesetzt werden. Deshalb wird wohl in Zukunft mit in das Ranking eingehen, ob eine Webseite für die mobile Nutzung optimiert ist. Dies wurde von Google bereits in einem Artikel angekündigt (siehe http://googlewebmastercentral.blogspot.de/2013/06/changes-in-rankings-of-smartphone_11.html).

Folgende Dinge müssen dabei beachtet werden:

  • Sind alle Videos auf mobilen Endgeräten abspielbar?
  • Sind die Weiterleitungen von der statischen Webseite auf die mobile Version richtig?
  • Wie steht es um die Seitengeschwindigkeit (Page Speed)?
  • Ist die Navigation einfach und verständlich?
  • Sind Texte und Informationen auf das Wesentliche beschränkt?

Ein weiteres wichtiges Thema in Bezug auf die mobile Nutzung ist Responsive Design. Responsive Design bedeutet die Webseite so zu konzipieren, dass sie sich auf die Größe jedes Endgeräts anpasst. Dadurch können User die Seite mobil besser nutzen. Kommt ein User beispielsweise per Smartphone auf eine Webseite und ist diese nicht für die mobile Nutzung optimiert, wird er die Seite sehr schnell wieder verlassen. Der Besucher wird abgeschreckt. Deswegen wird Google dies vermutlich zukünftig mit in das Ranking einbeziehen.

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Fazit

Wer sich also auch in Zukunft ein Top Ranking bei Google sichern will, der sollte seine Seite unbedingt auf die Bedürfnisse der Besucher abstimmen. Denn das Ziel von Google ist es, das Nutzungserlebnis zu verbessern. Eine auf Besucherbedürfnisse angepasste Seite wird in Zukunft vermutlich auch Vorteile im Ranking genießen. Es lohnt sich also, sich genau mit den Bedürfnissen der Besucher auseinanderzusetzen und die eigene Webseite darauf auszurichten!

Über die Autorin:

Irina Hey ist für Online Marketing und Kommunikation bei OnPage.org zuständig und ist seit vielen Jahren begeisterte Suchmaschinenoptimiererin.
OnPage.org ist eine Analyse-Software für nachhaltig erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung von Webseiten.


[1] http://de.statista.com/statistik/daten/studie/217457/umfrage/anteil-mobiler-endgeraete-an-allen-seitenaufrufen-weltweit/

3 Kommentare

  1. Reinhard sagt:

    Sehr schöner umfassender Artikel! Ich denke auch, dass der Beachtung des Users im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung in Zukunft noch größere Bedeutung zukommen wird. Neben klassischen Onpage-Maßnahmen und der Beachtung mobiler Endgeräte dürfte meiner Meinung nach die Ausrichtung auf den User in Zukunft mit über den Erfolg einer Seite in den SERPs entscheiden.

  2. Carsten Todt sagt:

    Die neuen Berechnungen des Textes sind sehr erfreulich. Nun ist es möglich, für Menschen und Maschinen gleich zu schreiben. Endlich kann man etwas verfassen, was beide als hochwertig ansehen.

  3. Christiane sagt:

    Hallo liebes Marketing-Shop Team,

    danke für diesen sehr hilfreichen Artikel. Wir sind gerade dabei, uns für das kommende Jahr eine Strategie zurecht zulegen, um über die organische Suche unseres Onlineshops mehr Frequenz in den „Laden“ zu bekommen.

    Da finde ich hier einige sehr nützliche Hinweise, um unsere eigenen Überlegungen weiter zu entwickeln.

    Super. Bitte mehr davon!

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