Umfrage: Wird Social Media maßlos überschätzt?


Unsinn, Gier, Geschäftemacherei“: Mit diesen Worten zum Thema Social Media zitierte wuv.de kürzlich Uwe Becker, den Vorsitzenden der Organisation Werbungtreibende im Markenverband OWM. Becker verglich demnach in einer Rede den aktuellen Social Media Hype mit der Internet-Blase vor zehn Jahren. Viele würden am Ende “ihrem verbrannten Geld nachweinen”, so Becker laut wuv.

Im Facebook Account von wuv erntete diese Ansicht – wie nicht anders zu erwarten – eine Menge Gegenwind. Von zynischen Kommentaren wie “Ja, und kein Mensch braucht einen PC. Schließlich gibt’s doch Radio und Fernsehen …. bitte abtreten!” bis hin zum Urteil “pure Angst”.

Anlass genug für uns, selbst einmal bei unseren Lesern nachzufragen: “Wird Social Media maßlos überschätzt?” lautet unsere aktuelle Umfrage. Jetzt mitmachen!

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4 Kommentare

  1. Mario Carla sagt:

    Interessante Frage und der Vergleich, den Herr Becker zieht ist sicherlich möglich. Ich selbst habe den Dot-Net-Krise erlebt und denke, dass die heutigen Social Media Aktivitäten nur indirekt vergleichbar sind. Social Media ist für mich eine spannende Möglichkeit, mit relativ geringen Kosten und Mitteln auf mich und meine Leistungen und Produkte aufmerksam zumachen. Natürlich ist ein besonnener Umgang notwendig, natürlich kann man Geld verbrennen. Kurze Zwischenfrage: Kann man das nicht mit jeder Marketing-, Werbe- oder auch Adwords-Kampagne genauso?
    Ich denke mehre Dinge sind wichtig:

    1. Klare Ziele.
    2. Eine wohldefnierte Strategie.
    3. Das Bewußtsein, dass Social Media Geld und Zeit kostet.
    4. Kenntnisse der Technologien und des Social Web.
    5. Die Fähgikeit loslassen zu können.
    6. Aufgeschlossenheit gegenüber dem Neuen.

    Und somit ist Social Media nicht maßlos überschätzt, sondern eine weitere, wertvolle und sinnvolle Methoder im Marketing Mix eines Unternehmens.

    Beste Grüße

    Mario Carla

  2. ema sagt:

    Solche absoluten Ausdrücke wie “nie mehr lesen” usw. sind eher schlecht. Es gibt nicht nur schwarz und weiß, sondern jede Menge Grautöne dazwischen.

    D.h. Social Media ist kein Allheilmittel, das alle Probleme des Webs magisch löst. Es ist auch kein Fluch, der alles in den Abgrund reißt. Im Gegenteil: Gerade bei Social Media ist es notwendig, ganz genau zu überlegen, welche Ziele man erreichen möchte und welche Maßnahmen dafür in welchen Medien am erfolgversprechendsten sind. Und dann muss man es einfach machen, beobachten und schauen, ob es der richtige Weg war. Sicher wird man hier und da korrigieren müssen. Aber Verweigern ist ebensowenig hilfreich wie alles nur auf eine Karte zu setzen.
    Wer die Herausforderung annimmt und die nötigen Mittel (Zeit und Geld) zur Verfügung stellen kann, findet sicher ein interessantes Betätigungsfeld und wird sicher auch Erfolge verzeichnen können.

  3. Ich denke, man kann Social Media nicht hoch genug einschätzen. Social Media bedeuten nicht einfach einen anderen Absatzkanal. Sondern Social Media gehen einher mit einem Paradigmenwechsel im Marketing.

    Es geht nicht mehr um die einseitige Beeinflussung des Kunden, sondern um die beidseitige Kommunikation zwischen Anbieter und Kunde sowie um die Kommunikation der Kunden untereinander.

    Letztere hat es sicherlich auch in den Zeiten des Tante-Emma-Ladens gegeben. Doch durch das Internet und die Social Media kann diese sich in kürzester Zeit in alle Richtungen ausbreiten und unzählige von Menschen erreichen.

    Diese Qualität der Social Media darf nicht mit einzelnen Medien verwechselt werden. Deren Popularität kann sich schnell ändern, wie die letzten Jahre bereits gezeigt haben. Auch passt nicht jedes Einzelmedium zu jedem Unternehmen.

    Die Herausforderungenfür ein Unternehmen bestehen

    * in der Änderung des Mindsets
    * in der Erarbeitung einer durchgängigen Strategie, die verschiedene Social Media einbezieht und gleichzeitig auch die klassischen Kanäle nicht vernachlässigt
    * im ständigen Testen und Weiterentwickeln, dabei immer eng im Kontakt mit dem Markt.

    Doch das Testen gehört ja seit jeher zum Handwerkszeug des Marketings. Was neu ist, ist die Geschwindigkeit von Veränderungen, die erhöhte und permanente Wachsamkeit und Reaktionsfähigkeit erfordert.

    Unternehmen sind gut beraten, sich möglichst bald intensiv mit Social Media auseinanderzusetzen und herauszufinden, wo die Chancen für das Unternehmen liegen.

    Sie müssen nicht alles mitmachen, denn nicht alles passt im Einzelfall. Hinzu kommt, dass Social Media viele Ressourcen binden können. Doch den Kopf in den Sand zu stecken, ist keine Lösung.

    Noch wichtiger aber scheint mir zu sein, dass die Berater von Unternehmen an vorderster Front sind. Wenn es selbst heute noch Berater gibt, die Social Media ignorieren, werden sie sich früher oder später obsolet machen.

  4. P. Meier sagt:

    Das Internet ist das größte Lügengebilde der Welt. Nirgendwo sonst wird so hemmungslos gelogen, verändert, betrogen, geschönt oder unterschlagen wie im Internet. Was unterscheidet Social Media vom Rest des Internets? Nichts! Maßlos überbewertet, alleine durch ebenso verlogene Werbung hochgepusht -es ist ja ein Geschäft- wird Social Media hoffentlich sehr schnell wieder auf das kleine Normalmaß zurückgestuft. Es ist auch nur ein Teil von Vielen, nicht mehr.

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