Virtuelle Arbeitswelt: Wie gestaltet sich die Nutzung moderner Kommunikationsmittel im Berufsalltag?


Studie zeigt: Über 50-jährige ebenso offen für den Einsatz neuer Technologien wie jüngere Mitarbeiter

Das Web 2.0 erreicht im Arbeitsalltag lediglich die junge Generation? Die Altersgruppe über 50 entzieht sich der digitalen Welt und ist neuen Technologien wie Social Media wenig zugänglich? Irrtum – wie eine repräsentative Emnid-Studie ergab.

Von einer digitalen Kluft zwischen den Generationen kann kaum die Rede sein, zeigt die Studie doch viel mehr, dass die Generation 50 plus hier stark unterschätzt wird.

Von Generationskonflikt keine Spur

Wirft man einen Blick auf die Nutzung moderner Kommunikation im allgemeinen Berufsalltag, so wird folgendes deutlich: Nicht nur die junge Generation bedient sich neuester Technologien, auch die über 50-jährigen zeigen sich offen für Innovationen und greifen im Arbeitsalltag auf neue Techniken zurück.
74 % der 50-plus-Generation beantworten die Frage, wie sicher sie mit Audio-, Web- und Videokonferenzen umgehen, mit „sehr sicher“. Bei der jungen Generation geben diese Antwort 76 % der Befragten – ein lediglich minimaler Unterschied.

Wie sieht es aus bei der beruflichen Nutzung von Social Media? Soziale Netzwerke wie Facebook, Xing, LinkedIn oder Twitter sind für die jungen Mitarbeiter normaler Standard, doch auch die ältere Generation ist hier am Ball.
Im Vergleich: Bei der jüngeren Altersgruppe liegt die Nutzungsquote hinsichtlich sozialer Netzwerke bei 10 %; bei den über 50-jährigen sind es 6 %.

Auch bei der Verwendung von Foren oder Wissensplattformen sind die Anteile nahezu gleich verteilt: Rund 33 % der Altersgruppe über 50 ist hier aktiv – wie auch 34 % der unter 30-jährigen.

Fazit: Keine großen Unterschiede zwischen den Generationen in ihrer Affinität zu neuen Technologien

In der Arbeitswelt zeigen sich keine großen Unterschiede im Hinblick auf die Web 2.0-Affinität der Arbeitnehmer unterschiedlicher Generationen – die über 50-jährigen stehen neuesten Technologien nahezu genauso offen gegenüber wie die junge Generation.

Unterschiede zeigen sich stattdessen eher je nach Aufgabengebiet bzw. Abteilung: Social Media beispielsweise wird eher in Personalabteilungen (42 %) als in der Verwaltung (18 %) als unterstützend bewertet.

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