Was html5 für das Online Marketing bedeutet


html5 ist in aller Munde – spätestens seit Apple mit seinem demonstrativen Verzicht auf die Flash-Technologie auf iPhone und iPad die Aufmerksamkeit auf das neue html als Alternative zum von Apple ungeliebten  Adobe Produkt gelenkt hat. So viel nun html5 erwähnt wird, bleibt doch eine entscheidende Frage für Unternehmen: Was bedeutet das für die eigene Website und das Online Marketing?

Was ist html5 – und was ist so besonders daran?

html5 ist zunächst einfach die Weiterentwicklung der Website-Sprache html, die derzeit in der Version html4.01 verwendet wird. Es soll auch die aktuell noch parallel existierenden weiteren Sprachen xhtml und DOM html integrieren, um diese im Endeffekt durch nur noch den einen Standard zu ersetzen. Noch ist html5 in der Entwicklung und wird erst von einigen Browsern (z.B. Apples Safari) komplett unterstützt.

Klingt soweit noch nicht spektakulär: War die Einführung von html4 ein großes Thema, das es über die Grenzen von Websites für Informatiker und Techies hinaus geschafft hätte? Wohl eher nicht. Was also ist so besonders an dieser neuen Version der im Web allseits genutzten Hypertext Markup Language html?

Html5 ist der Versuch, die inzwischen meist stillschweigend im Web etablierten de facto Standards, die von Programmierern verwendet und von Browsern unterstützt werden, tatsächlich zu standardisieren. Vor allem sollen hier auch die inzwischen so üblichen interaktiven Features, Bewegtbild, Animationen etc. in die gleiche Sprache integriert werden, in der Texte und Bilder den Webbrowsern verständlich gemacht werden. Verantwortlich dafür zeichnet das World Wide Web Consortium (W3C).  Wer tiefer in die technischen Neuerungen von html5 eintauchen möchte, dem sei die englischsprachige Website diveintohtml5.org empfohlen. Dort werden – auch für Laien weitgehend verständlich – die wichtigsten Neuerungen von html5 erklärt.

html5 in der Praxis – was wird sich im Online-Marketing ändern?

Soweit zu den technischen Basics. Was diese Änderungen nun praktisch im Online Marketing bedeuten, soll hier aber die entscheidende Frage sein:

Eine leichtere Handhabung und größere Flexibilität zeichnen html5 aus: Für alles, was über einfachen Text und Grafiken auf einer Website hinausgeht, sind bislang Plugins – Zusatzprogramme – nötig, die das jeweilige Feature unterstützen. Dank html5 sollen Plugins weitgehend entfallen. Die Handhabung auch komplexerer Features wird einfacher und das ergibt mehr Möglichkeiten im Online Marketing.

Das heißt, dass Online Marketing Abteilungen einfacher als bisher aktive Grafiken oder Video in Websites integrieren können, selbst der Einbau von Spielen soll dank html5 unkompliziert werden. Gerade kleineren Unternehmen werden sich dadurch Online Marketing-Möglichkeiten auf der eigenen Website eröffnen, die bislang aufgrund ihres technischen Aufwandes nur schwer umzusetzen waren.

Mit  html5 werden sich zudem die Besucher einer Website über die Abfrage von Längen- und Breitengrad einfacher lokalisieren lassen. Besonders im Mobile Online Marketing kann dies entscheidende Vorteile für die zielgenaue Streuung von Werbebotschaften bringen.

Soweit zu den Vorteilen von html5. Der Haken? Der größte Haken ist zunächst einmal, dass html5 zwar seit Jahren in der Entwicklung steckt, aber noch immer nicht als abgeschlossen betrachtet werden kann. Wann es soweit ist, ist offen, auch wenn große Websites wie Youtube und Browser wie Safari in ihren aktuellen Versionen bereits darauf eingestellt sind.

Für Website-Administratoren bedeutet das, dass sie sich langsam mit html5 auseinandersetzen und ihre Websites so umstellen sollten, dass ein Übergang kein Problem darstellt. Für die Online Marketing Abteilungen wird html5 dann erstmal eine Usability Herausforderung. Gemeinsam mit der IT muss dafür gesorgt werden, dass alle User die Website in all ihren Funktionen nutzen können – egal ob deren Browser schon das neue oder noch das alte html inklusive den nötigen Plugins unterstützt.

Soweit nur einige Betrachtungen zu dem, was html5 für das Online Marketing bringen kann – viele weitere Möglichkeiten – und Probleme – werden sich sicher noch auftun, wenn ersteinmal wirklich klar ist, was der neue Standard alles kann.

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