Wenn der persönliche Facebook Account für Identitätsprobleme sorgt: Wie trennt man Privates und Berufliches voneinander?


Da Facebook sowohl privat genutzt als auch von vielen Unternehmen, Freiberuflern und Selbstständigen als Marketinginstrument eingesetzt wird, vermischt sich zwangsläufig die private und berufliche Identität eines Nutzers: Der private User kann sich häufig nicht mehr sauber abgrenzen vom Geschäftsmann, der seine beruflichen Kontakte pflegt.

Haben Sie ein Facebook-Identitätsproblem?

Was Sie in Ihrer Freizeit gern machen, geht weder Ihre Kunden noch Ihren Chef etwas an? Und während das brandheiße Business-Posting bei Ihren Geschäftspartnern und Kollegen hohe Wellen schlägt, sorgt selbiges bei Ihren privaten Freunden höchstens für Interessenlosigkeit? Hier ist gegebenenfalls eine Trennung zwischen Beruf und Privatleben sinnvoll.

Wer weder die Entscheidung, ob er lieber ein privates oder ein berufliches Facebook Profil nutzen möchte, treffen, noch eine offizielle Fanpage aufsetzen will, der kann auch anders vorgehen, um seine private Identität von seiner geschäftlichen abzugrenzen:

Freunde gruppieren – In wenigen Schritten zu definierten Kontakt-Listen

Sollen bestimmte Postings nur für bestimmte Personen sichtbar sein, kann man dies über verschiedene Personen-Listen regeln. Das funktioniert so:

  • 1. Klicken Sie zunächst auf “Freunde“ rechts auf der Seite unter Ihrem Profilfoto…
  • 2. … dann auf „Freunde bearbeiten“…
  • 3. … jetzt ein Klick auf „Liste erstellen“…
  • 4. … im nächsten Schritt geben Sie der Liste einen Namen…
  • 5. Nun können Sie in der Listenansicht Ihre gerade erstellte Liste sehen. Legen Sie so viele Listen an, wie Sie möchten und sortieren Sie Ihre Freunde dabei entsprechend in die verschiedenen Listen ein.

Möchten Sie dann in Ihrem Facebook Profil einen Link, eine Statusmeldung, ein Foto etc. posten, so gehen Sie hierfür folgendermaßen vor:

  • 1. Vor dem Absenden Ihres Posts klicken Sie auf das Schlosssymbol, um dann im nächsten Schritt die Einstellung „Benutzerdefiniert“ zu aktivieren.
  • 2. Im Fenster „Individuelle Privatsphäre“, welches sich nun öffnet, wählen Sie im Drop-Down-Menü „Dies sichtbar machen für“ die Option “Bestimmte Personen“ aus.

Der Effekt: Alles, was Sie nun in Ihrem Facebook Account posten, ist jetzt ganz nach Ihren individuellen Wünschen nur noch für bestimmte Personen sichtbar.
Beachten Sie dabei jedoch: Ein Posting kann immer nur für jeweils eine Gruppe sichtbar gemacht werden. Sie sollten sich also bereits im Vorfeld gut überlegen, welche Personen Sie welchen Listen zuordnen.

Es gibt aber auch noch eine Möglichkeit, einen Beitrag mit mehreren Listen/Gruppen zu teilen: Statt eine bestimmte Liste auszuwählen, die das Posting sehen soll/darf, können Sie einzelne Personen oder Personengruppen ausschließen.
Soll der eigene Beitrag also alle Freunde erreichen außer beispielsweise den Chef oder die Eltern:

  • 1. Wie auch bei der Auswahl bestimmter Listen, müssen Sie vor dem Absenden des Postings auf das Schlosssymbol klicken und dann „Benutzerdefiniert“ auswählen.
  • 2. Nun wenden Sie sich im Fenster „Individuelle Privatsphäre“ dem Drop-Down-Menü „Das vor folgenden Personen verbergen“ zu und geben die Personen oder die Liste an, die vom Erhalt Ihres Posts ausgeschlossen werden sollen.

Einfacher: Wer bestimmte dieser Einstellungen häufiger nutzt und nicht jedes Mal erneut alles einrichten möchte, kann diese auch als Standard-Einstellungen definieren.

Separate Gruppen gründen

Eine weitere Möglichkeit, eine Trennung zwischen Beruf und Privatleben zu vollziehen, ist die Gründung von Gruppen. In einem solchen kleinen Kreis kann man mit ausgewählten Freunden kommunizieren, wobei es verschiedene Gruppenvarianten gibt: Eine Gruppe kann entweder privat oder öffentlich sein. Erstere Variante nimmt dabei jeden auf, während man privaten Gruppen ausschließlich mit entsprechender Einladung beiwohnen kann.

So funktioniert’s: Wer wissen möchte, wie man auf Facebook eine Gruppe gründet, findet hier eine kurze Anleitung.

Zwei separate Facebook Accounts anlegen

Wem es nicht zu aufwändig ist, zwei separate Facebook Accounts anzulegen, kann neben dem normalen Profil noch eine Unternehmens-Fanpage erstellen – oder eben mit zwei verschiedenen Facebook Profilen arbeiten: eins, das als Privatperson Anwendung findet und eins, das für die berufliche Kontaktpflege eingesetzt wird.

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3 Kommentare

  1. thorsten k. sagt:

    Guten Tag!

    Mich würde interessieren, ob die Freunde, die ich von meinen Postings ausgeschlossen habe, diese dann jedoch angezeigt bekommen, wenn sie “bewusst” meine Wall besuchen.

    Dann müsste ich ja rumdrucksen, warum ich sie aus meinem Feed ausgeschlossen habe …

    Viele Grüße,

    Thorsten

  2. Tobias Mandelartz sagt:

    also, ich musste spontan an einen Sketch aus “Ladykracher” denken: Anke Engelke und Kollegin sitzen gelangweilt im Büro, bis diese plötzlich panisch reagiert, weil ihr Chef ihr eine Freundschaftsanfrage auf facebook gesandt hat. Man wägt Für (Einschmeicheln beim Boss)und Wieder (“Oh Gott, jetzt kann er immer alles sehen, was ich mach”)ab, und die einzige Lösung dieses Dilemmas: Der Chef wird kurzerhand erschossen.
    Eure prima Tipps hätten also ein Leben retten können!

  3. Anniston Bakerman sagt:

    Im Internet gibt es keine Trennung zwischen Arbeit und Privatleben. Bei Facebook besteht immer die Gefahr, dass alle Inhalte von allen gesehen werden können, egal welcher Liste diese zugeordnet sind. Es besteht auch immer die Gefahr, dass private Profile trotzdem von allen eingesehen werden können. Facebook schließt derartige Fehlfunktionen in den AGB nicht aus!
    Wer will, dass etwas privat bleibt, darf es nicht bei Facebook einstellen! Denn für Facebook speichert und wertet alle Informationen aus! Und wohin diese Informationen auf dem kurzen Dienstweg gelangen, das weiß kein Mensch!

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